Kein Geld? Bei Wiener Kebabstand zahlt man mit Lächeln

Inhaber Erdinc Ozan hat sich etwas überlegt, um in seinem Grätzl armen Menschen zu helfen.
Inhaber Erdinc Ozan hat sich etwas überlegt, um in seinem Grätzl armen Menschen zu helfen.Sabine Hertel
Ein Dönerladen-Besitzer aus Wien-Favoriten beweist Herz, indem er an bedürftige Menschen Kebab verschenkt. "Heute" besuchte ihn unangekündigt.

Ein "Heute"-Leserreporter war von dieser guten Tat begeistert und sendete uns gerührt ein Foto von einem Zettel an der Scheibe des Lokals "Ziyafet". Wer steckt hinter dieser Aktion und warum tut er das?

Im unteren Video erklärt der Inhaber Erdinc Ozan, warum er die Aktion ins Leben gerufen hat und wer sie in Anspruch nimmt.

"Kein Mensch soll hungern"

Erdinc Ozan kennt den sozialen Brennpunkt, in dem er sein Lokal betreibt, allzu gut: "Hier im Zehnten gibt es viele Arbeitslose und Menschen, die wenig Geld verdienen. Hier in der Umgebung vom Arthaberpark gibt es auch sehr viele Obdachlose. Viele leben auf der Straße und hungern." Er wollte nicht länger zusehen und an ihnen vorbeigehen. Er pickte den Zettel auf die Scheibe seines Ladens und wartete: "Es sind schon ein paar vorbeigekommen. Sie waren bissl zurückhaltend und hatten schon Angst zu fragen, weil da mehrere Leute waren. Aber ich merke das sofort und gebe es ihnen dazwischen durch. Die wissen das schon, lächeln und gehen einfach." Auf die Frage, warum er das tut, nennt er ein türkisches Sprichwort, das in Österreich genauso bekannt ist:

"Alles Gute, was man tut, kommt irgendwann zurück"

Mit dieser Aktion möchte Erdinc Menschen helfen, die sich in einer ungünstigen Situation befinden. Von Obdachlosen, Arbeitslosen bis hin zu Mindestlohnverdiener, die am Monatsende kaum über die Runden kommen, kann jeder vorbeikommen und mit einem Lächeln bezahlen.

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