Wenigen Minuten vor 10 Uhr rollte der Schwertransporter am Donnerstagvormittag auf den Linzer Hauptplatz. Seine wertvolle Fracht: ein 19 Meter hoher Christbaum, der heuer aus der Gemeinde Klaffer am Hochficht im nördlichen Mühlviertel stammt.
Die prächtige Fichte ist stolze 37 Jahre alt und wurde aus einem bewirtschafteten Wald in der Böhmerwald-Region ausgewählt. Erste Reaktionen der Linzer: "Boah ist der schön!".
Wir haben bei Bürgermeister Franz Wagner (ÖVP) höchstpersönlich nachgefragt, was das Geheimnis des prachtvollen Baums ist. "Er ist auf einem Grundstück neben einem Wald ganz frei gestanden. Deshalb ist er so buschig und gleichmäßig gewachsen." Auch die Vorbereitung für den Transport habe gut funktioniert. "Die Äste haben sich schön zusammenbinden lassen."
Für all jene, die traurig sind, weil so ein schöner Baum als Christbaum herhalten muss und deshalb gefällt wurde, hat der Orts-Chef auch eine frohe Botschaft: "Der Besitzer wollte den Baum sowieso weghaben, weil er zu viel Schatten gemacht hat."
Die offizielle Übergabe des geschmückten Christbaums findet am Samstag, dem 22. November, um 17 Uhr direkt beim Rathaus statt – mit musikalischer Begleitung.
Im Vorjahr hat der Baum für viele Lacher gesorgt. Der Baum aus St. Florian bei Linz wurde nicht nur von Passanten am Hauptplatz mit einem vernichtenden Urteil bedacht. Auch im Netz fand die Fichte nur wenig Zuspruch. "Das Erste, das mir dazu einfällt, ist g'rupftes Hendl'", sagt eine Linzerin.