"Wünsche mir Normalität"

Kein Job, kein Zuhause: Wiener (19) kämpft um Neuanfang

Obdachlos, arbeitslos, kein familiärer Rückhalt – trotz Schicksalsschlägen gibt Phillip (19) nicht auf und versucht am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Hannah  Maier
04.05.2026, 05:30
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Phillip (19) hat keinen einfachen Weg hinter sich: Nach dem Verlust seines Vaters geriet sein Leben aus der Bahn. Heute versucht er, wieder Fuß zu fassen – in Ausbildung, Arbeit und Alltag.

Obdachlos mit 18 Jahren

Der junge Wiener hat die Pflichtschule abgeschlossen und ein Jahr Berufsschule besucht. "Im zweiten Jahr wurde ich rausgeworfen, weil ich zwei Monate nicht in die Arbeit gekommen bin", erzählt er. Der Grund dafür war ein einschneidendes Ereignis in seinem Leben: der Tod seines Vaters.

In dieser Zeit verschärfte sich seine persönliche Situation weiter. Seine Mutter ist arbeitslos und lebt teilweise auf der Straße. Phillip kam zunächst in betreutes Wohnen der MA 11, wurde dort jedoch später wieder entlassen. Danach folgte ein halbes Jahr Obdachlosigkeit – mit nur 18 Jahren.

Seit zwei Jahren auf Jobsuche

Heute wohnt er in einer Caritas-Notschlafstelle im 16. Bezirk. Eine eigene Wohnung hat er nicht, Arbeit ebenfalls nicht. Seit zwei Jahren sucht er nach einer Beschäftigung. Sein Berufswunsch ist klar: Schuhverkäufer oder Berufssoldat. Doch bisher blieb der Erfolg aus. "Nicht einmal wurde ich zu Vorstellungsgesprächen eingeladen", erzählt Phillip.

Caritas-Projekte bieten Orientierung

Unterstützung bekommt der 19-Jährige über Angebote der Caritas. In den Projekten "reStart" und "preWork" kann er Tagesstruktur aufbauen und sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten. "Sie helfen mir auch mit Bewebung und Motivationsschreiben. Ich bin sehr froh darüber", erzählt er. In den Werkstätten wird genäht, mit Glas gearbeitet oder Schmuck hergestellt. Auch Holz- und Tonarbeiten gehören zum Programm.

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Für Phillip ist das vor allem eines: eine Chance auf einen neuen Anfang. Seine Hoffnung: möglichst schnell einen Job zu finden und eine Wohnung – und langfristig auch seine Mutter zu unterstützen. "Damit alles wieder normal wird", sagt er.

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