Er ist enttäuscht

"Kein Platz mehr" – Peter Kraus rechnet mit TV auf

Partyschlager, große Shows und jede Menge gute Laune – doch für leise Töne bleibt im Fernsehen kaum noch Platz.
Heute Entertainment
18.07.2026, 22:15
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Peter Kraus (87) gehört zu den ganz Großen der deutschen Musikszene. Doch mit seinem neuen Song "Für immer vereint" stößt der Sänger nach eigenen Worten an die Grenzen des heutigen Fernsehens.

Im Podcast "Die Gruaberin" spricht Kraus darüber, wie schwierig es geworden sei, ein emotionales Lied überhaupt unterzubringen. Der gemeinsam mit Sohn Mike geschriebene Titel handelt von Abschied, Verlust und der Endlichkeit des Lebens – Themen, die seiner Meinung nach im TV kaum noch gefragt sind.

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"Es gibt keine Möglichkeiten. Die Sendungen gibt es auch nicht mehr", sagt Kraus.

Für den Sänger liegt das vor allem am wachsenden Erfolgsdruck. "Jede Sendung muss ja heute ein Riesenerfolg werden", erklärt der 87-Jährige. Statt nachdenklicher Balladen dominierten große Unterhaltungsshows mit möglichst viel Tempo und guter Stimmung.

Mal wieder eine Abschiedstour

Auch Kabarettistin Monika Gruber, die den Podcast moderiert, sieht diese Entwicklung kritisch. Ihrer Meinung nach bemühten sich viele Sender vor allem um ein jüngeres Publikum – obwohl dieses klassische Fernsehsendungen längst gegen Streamingdienste eingetauscht habe. Ältere Zuschauer würden dabei immer häufiger auf der Strecke bleiben. Kraus stimmt dieser Einschätzung zu.

Besonders schade findet der Musiker, dass dadurch auch emotionale Geschichten seltener ihren Platz im Fernsehen finden. Sein neuer Song sei genau für solche Momente geschrieben worden.

Trotz der schwierigen Bedingungen gibt Peter Kraus nicht auf. Gemeinsam mit seinem Sohn Mike arbeitet er daran, "Für immer vereint" möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

Auch live geht es für das Vater-Sohn-Duo weiter: Unter dem Titel "Live hoch 2" wollen die beiden im kommenden Jahr gemeinsam auf Tour gehen. Für Peter Kraus ist es bereits die achte angekündigte Abschiedstour.

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