Kein Terror: Brite verprügelte Polizisten am Flughafen

Ein Video von einem Tumult am Frankfurter Flughafen ist zum Internethit geworden. Darauf ist zu sehen, wie ein 38-jähriger Brite zwei Polizisten schlägt und tritt. Es handelt sich um einen offenbar gestrandeten Passagier, dessen Nerven blank liegen.

Heute am Frankfurter Flughafen... Was los auf dieser Welt...
Posted by on Dienstag, 26. Juli 2016


Der Vorfall ereignete sich laut Polizei am 23. Juli vor dem Lufthansa-Schalter einer Fluglinie in der Abflughalle B. Die Stimmung am Frankfurter Flughafen war aufgeheizt, weil aufgrund der schlechten Wetterlage mehrere Flüge ausfielen und etwa 7.000 Passagiere festsaßen.

Es kam zu unschönen Szenen, Rapperin Schwester Ewa filmte mit. Sie stellte das Video allerdings erst am 26. Juli mit dem Vermerk "heute" online. Es wurde mittlerweile bereits zweieinhalb Millionen mal aufgerufen.

Ein aufgebrachter Engländer, der zurück in die Heimat fliegen will und sich um seine an Kreislaufproblemen leidende Frau sorgt, beschimpft eine Mitarbeiterin und bedroht sie. Polizisten kommen hinzu und versuchen vergeblich, den Reisenden zu beruhigen. "Ich bin ein britischer Bürger", schreit der Mann.

Frau geht dazwischen und beruhigt Situation

Dann rastet er komplett aus und geht auf die Beamten los. Er schlägt und tritt auf die Polizisten ein, diese stürzen zu Boden. Es gelingt ihnen nicht, den Mann unter Kontrolle zu bringen. Eine Frau mit Kopftuch nähert sich und bringt ihn dazu, sich flach auf den Boden hinzulegen.

Die Polizei hat eine andere Theorie dazu, was den Mann schließlich zur Aufgabe brachte: "Ich nehme an, der Kollege hat ihm einen Schwinger (Schlag, Anm.) verpasst", sagte ein Polizeisprecher gegenüber "Spiegel online". Ein Taser sei nicht zum Einsatz gekommen.
Die Frankfurter Polizei hat Ermittlungen gegen den Mann wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung aufgenommen. Der Tobende entschuldige sich später, das Paar ist nach England zurückgekehrt.

Polizei über falsche Terror-Gerüchte verärgert

Das im Internet aufgetauchte Video löste Aufregung aus, da es manche fälschlicherweise mit einem Terrorakt in Zusammenhang brachten. "Es wird wieder mal versucht, mit falschen Botschaften Angst & Schrecken zu verbreiten", schrieb die Frankfuter Polizei auf Facebook.

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