Keine Masken – Neue Geheimwaffe gegen Corona

Corona soll schon bald mit durchsichtigen Waffen bekämpft werden.
Corona soll schon bald mit durchsichtigen Waffen bekämpft werden.Getty Images/iStockphoto
Statt Masken soll man mittels der Innovation eines deutschen Unternehmens durch eine Deckenleuchte vor Corona sicher sein.

Maske tragen, Abstand halten, Hände waschen – Diese drei Maßnahmen waren lange Zeit die einzige Waffe gegen das Coronavirus. Mittlerweile gibt es seit genau einem Jahr die Impfung. Diese verhindert sehr zuverlässig schwere Krankheitsverläufe, schützt aber per se nicht vor einer Infektion. So kann es sein, dass man versehentlich ungeimpfte, alte, kranke oder immunschwache Personen ansteckt – die wiederum ein höheres Risiko haben, schwere Symptome zu durchleiden.

Den Viren den Kampf ansagen soll nun eine neue Technik aus Deutschland. Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Es handelt sich um eine Art undurchsuchbare Licht-Wand, die Unterhaltungen ohne Maske und ohne physische Barrieren ermöglichen soll.

UVC gegen Corona

Dabei wird eine Art länglicher Projektor an der Decke montiert, dieser sendet eine Wand aus UVC-Strahlung (kurzwelliges, ultraviolettes Licht) aus. "Die Intensivität dieser Wand ist so ausgelegt, dass bei normalem Sprechen eine vollständige Deaktivierung von 99,99 Prozent aller Organismen", so Prof. Christoph Haisch zum "Sat. 1 Bayern".

"In ihrer als Preprint auf medRxiv veröffentlichten Untersuchung konnten sie zeigen, dass die von ihnen entwickelte Barriere aus UV-Licht die Ausbreitung von Krankheitserregern über die Luft in Innenräumen verhindert, indem sie die auf den Aerosol-Partikeln mitreisenden Erreger abtötet", heißt es in einer dazugehörigen Presseaussendung der Universität.

Gefahr durch direkte Strahlung

Die UVC-Strahlung ist aber auch für Menschen nicht ganz ungefährlich. Deswegen schaltet sich der Strahl automatisch ab, wenn jemand unter dem aktivierten Gerät hindurchgeht oder reingreift. Praktikable Einsatzorte wären Altenheime oder Corona-Stationen, an deren Ende solche "Wände" montiert werden könnten.

Auch in Büros wäre ein Einsatz gut denkbar, Preise stehen aber noch nicht fest. Nach eineinhalb Jahren Entwicklung stehe man nun knapp vor der Auslieferung: Ab April soll es damit ernst werden.

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