Politik

Keine Stichwahl, aber Rosenkranz ist "nicht enttäuscht"

Mit 19,10 Prozent schaffte Walter Rosenkranz bei der Hofburg-Wahl 2022 locker den zweiten Platz. Doch die Stichwahl verfehlte der FPÖ-Kandidat klar.

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    Gerald Grosz mit seinem Ehemann Thomas bei der Stimmabgabe in Graz
    Gerald Grosz mit seinem Ehemann Thomas bei der Stimmabgabe in Graz
    ERWIN SCHERIAU / APA / picturedesk.com

    In der Früh war die Welt noch in Ordnung. Begleitet von Ehefrau Susanne und Münsterländerhündin "Hecki" gab Walter Rosenkranz in Krems seine Stimme ab. "Zweiter muss ich werden, eine Stichwahl muss her", erklärte der FPÖ-Kandidat schmissig. Der vorherrschende strahlend blaue Himmel werde "sich auch in den Wahlkuverts wiederfinden".

    Süß-sauer Doch der Himmel spielte nicht ganz mit. Nach der ersten Hochrechnung war klar, dass Rosenkranz gegen Van der Bellen den Kürzeren gezogen hatte. "Enttäuscht bin ich gar nicht", sagte der Blaue mit süßsaurer Miene dem ORF. Er sehe das Ergebnis "mit einem lachenden und einem weinenden Auge". Selbstverständlich sei er der richtige Kandidat gewesen.

    "Konkurrenz war groß"

    "Mich freut es eigentlich an diesem Abend, dass es uns gelungen ist, ein Ergebnis zu bekommen, das von vielen Meinungsforschern nicht vorhergesagt wurde." Keine Stichwahl sei aber natürlich trotzdem bitter. Laut Generalsekretär Michael Schnedlitz sei die Konkurrenz "einfach groß" gewesen.

    Und: "Österreich hat viel gelernt!" Nämlich? "Dass es nicht immer klug ist, dann solchen Kandidaten die Stimme zu geben, denn viele dieser Stimmen sind heute verlorene Stimmen. Aber im Grunde sind wir natürlich sehr, sehr zufrieden", wird Schnedlitz am Montag im Ö1-Morgenjournal zitiert.

    Nur Hofer war besser als Rosenkranz

    Der Zweitbeste Rosenkranz freue sich aber über den zweiten Platz. Immerhin habe er das "zweitbeste FPÖ-Ergebnis aller Zeiten" bei einer Hofburgwahl erreicht. Nur Norbert Hofer war besser gewesen.

    Keine Ursachenforschung Laut FPÖ-Vize Dagmar Belakowitsch brauche es jedenfalls keine Ursachenforschung. "Die FPÖ hat keine Wähler verloren, sondern es sind Wähler, welche die FPÖ wählen, zu unterschiedlichen Kandidaten gegangen. das ist in der Demokratie so üblich."

    Immerhin seien auch mehrere Kandidaten mit ähnlichen Programmen bei der Hofburg-Wahl angetreten. Es sei eine Persönlichkeitswahl gewesen, stellte Belakowitsch klar.

    Kopf an Kopf In Wien schaffte Rosenkranz nur 11,8 Prozent der Stimmen. Dominik Wlazny (alias Marco Pogo) lag mit 10,9 Prozent ganz knapp dahinter.

    Kickl fehlte bei Party FP-Chef Herbert Kickl musste am Sonntag mit Grippe zu Hause bleiben, bei der Wahlfeier fehlte er. Er gratulierte Rosenkranz und dankte dessen Frau für ihre Unterstützung. Generalsekretär Schnedlitz versicherte unterdessen, die FPÖ werde das Wahlergebnis diesmal nicht anfechten.

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