Düstere Prognose

Keiner will ihn? F1-Experte mit Verstappen-Klartext

Die Zukunft von Max Verstappen beschäftigt bereits das Fahrerlager der Formel 1. Ein Experte glaubt, dass der Ex-Champion keine guten Karten hat.
Sport Heute
29.04.2026, 17:56
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Vier Weltmeistertitel hat Verstappen in seiner langen und erfolgreichen Formel-1-Karriere eingefahren, dazu 71 Grand-Prix-Siege. Doch in der laufenden Saison fährt der Star-Pilot aus den Niederlanden mit seinem Red Bull nur hinterher. Platz sechs als bestes Resultat aus den ersten drei Saisonrennen war das höchste der Gefühle.

Stattdessen hatte sich Verstappen immer wieder als großer Kritiker des neuen Formel-1-Regelwerks positioniert, sprach früh von "Formel E auf Steroiden" und von "Anti-Racing". Ob die Regelanpassungen die Meinung Verstappens ändern, ist unklar. Das wird sich womöglich am kommenden Wochenende zeigen, da steht nämlich der Grand Prix von Miami auf dem Programm.

Was macht Verstappen?

Klar scheint derweil zu sein, dass Verstappens Ausstiegsklausel diesen Sommer jedenfalls greifen wird. Der Vertrag des Niederländers bei Red Bull läuft zwar noch bis inklusive 2028, enthält aber die Möglichkeit des vorzeitigen Abschieds, wenn Verstappen während der Sommerpause nicht unter den Top Drei der Fahrer-Weltmeisterschaft liegt – das noch zu erreichen, wäre ein riesiges Wunder.

Nur logisch also, dass bereits die Spekulationen über die Zukunft des Star-Piloten begonnen haben. Mercedes wird immer wieder als Interessent genannt, genauso auch McLaren, wo Verstappens Vertrauensmann, Renningenieur Gianpiero Lambiase, 2027 hinwechselt,. Und über allem schwebt das Interesse von Aston Martin und Milliardär Lawrence Stroll, der sich Star-Designer Adrian Newey an Bord holte. Der Rennstall hat aktuell aber große Probleme.

"Warum an Max denken?"

Neben einem Teamwechsel könnte sich Verstappen, zuletzt besonders engagiert im GT3-Sport auf der Nürburgring-Nordschleife, auch einfach ein Jahr Pause nehmen. Oder natürlich bei Red Bull bleiben. Denn nur, weil die Klausel greifen würde, heißt das nicht, dass sie auch gezogen werden muss.

Trotzdem: Ein vierfacher Formel-1-Champion könnte auf dem Markt sein, da müssten die Top-Teams ja beinahe um den Star-Fahrer kämpfen. Doch wenn es nach dem Formel-1-Experten Martin Brundle geht, befindet sich der Niederländer in keiner sonderlich guten Ausgangslage. "Ich bin mir nicht sicher, ob es für Max im Moment einfach ist, zu wechseln", sagte der Ex-Pilot bei "Sky", führte dann aus: "Mercedes hat mit George Russell und Kimi Antonelli zwei Eigengewächse im Auto, und McLaren ist mit einer hervorragend harmonierenden Fahrerpaarung bestens aufgestellt." Ferrari wiederum hätte neben Charles Leclerc auch "einen wiedererstarkten Lewis Hamilton. Außerdem haben sie mit Oliver Bearman ein Megatalent in der Warteschleife", führte der Brite aus, schob hinterher: "Warum also an Max denken?"

"Schwierig, ihn zu halten"

Als mögliches Szenario gilt einerseits ein Abgang von Russell oder Antonelli bei den "Silberpfeilen", wodurch ein Platz frei werden würde – vielleicht auch dann, wenn sich der Brite nicht gegen den aktuellen WM-Führenden Antonelli durchsetzen kann. Oder ein "Tausch" zwischen McLaren und Red Bull, Piastri könnte dann der Verstappen-Nachfolger bei den Bullen werden. "Wenn man Red Bull nur aus Leistungsgründen verlassen will, dann muss es eines der Top-Drei-Teams sein", ergänzte Brundle mit Blick auf die Alternativen für den Niederländer.

Für Red Bull werde es wohl "schwierig, ihn zu halten. Max hat klar gemacht, dass er sehen will, dass sich das Auto entwickelt. Alle Updates sind entscheidend", so der Ex-Pilot. Sollte dies nicht gelingen, könnte der Verstappen-Abgang immer wahrscheinlicher werden. Genauso wie eine Pause von der Formel 1.

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