Drei Formel-1-Rennen wurden in der laufenden Saison bereits absolviert, das neue Formel-1-Regelwerk hat bei Motorsport-Fans aber nicht gerade für Begeisterung gesorgt. Die TV-Zuschauerzahlen sind in Europa teils deutlich zurückgegangen. Das Interesse an der Formel 1 schrumpfte. Die Fahrer-Kritik am "Vorbeifahren" aufgrund des unterschiedlichen Batteriestands anstelle von "echten" Überholmanövern tat ihriges dazu.
Und auch Motorsportbegeisterte verfolgen die Formel 1 nicht mehr mit dem größten Enthusiasmus, wie auch David Schumacher, der Sohn von Ex-Pilot Ralf Schumacher, im "Sky"-Podcast "Backstage Boxengasse" erzählte. "Ich würde auch gerne wieder Verbrenner-Motoren und richtige Überholmanöver in der Formel 1 sehen, nicht nur Vorbeifahren wie auf der Autobahn", erzählte der Sohn von Ralf Schumacher. Und enthüllte dann: "Das ist beim Zuschauen schon recht langweilig. Ich bin die letzten Male immer eingeschlafen." Ein vernichtendes Urteil für den Spannungsgehalt der Rennserie.
"Wenn Sascha (Roos, Sky-Kommentator, Anm.) und ich kommentieren, dann schläfst du ein?", fragte Papa Ralf Schumacher etwas ungläubig, aber schmunzelnd. Die Antwort des Sohnemannes: "Ich benutze die Formel 1 immer, um ein Nickerchen zu machen. Wenn ich interessante Rennen haben möchte, schaue ich mir die GT3 an", lachte der Deutsche dann.
David Schumacher ist in der laufenden Saison in der GT3 aktiv. Und dabei auch Konkurrent von Formel-1-Gigant Max Verstappen, der abseits der "Königsklasse" den Motorsport-Kick in Langstreckenrennen auf der Nürburgring-Nordschleife sucht.
"Ich fahre im Moment ein amerikanisches Freiheits-Monster mit einem V8-Saugmotor", sprach David Schumacher dann über seinen Ford-GT3, mit dem der Deutsche auch am Wochenende auf dem Nürburgring im Einsatz war. "Das würde ich auch gerne wieder in der Formel 1 sehen. Da stimme ich auch Max Verstappen zu. Die Formel E gibt es schon, ich würde gerne wieder Verbrenner sehen", so der 24-Jährige.