Max Verstappen ist Vierfach-Weltmeister in der Formel 1 und Sieger von 71 Rennen. Gleichzeitig ist der Niederländer auch einer der größten Kritiker der neuen Formel 1 und mit dem Regelwerk alles andere als glücklich. Das trieb Verstappen zuletzt auch abseits der Motorsport-"Königsklasse" auf die Rennstrecke. Der Red-Bull-Star will in der GT3 Fuß fassen, die 24 Stunden auf dem Nürburgring in rund einem Monat bestreiten.
Deshalb fuhr der Niederländer am vergangenen Wochenende ein Vorbereitungsrennen auf der berüchtigten Nordschleife – das von einer Tragödie überschattet wurde. Direkt nach dem Start kam es zu einem Crash mit sieben Fahrzeugen. Dabei verlor der 66-jährige Amateur-Fahrer Juha Miettinen aus Finnland sein Leben. Auch Verstappen war in diesem Rennen am Start, hatte mit der Karambolage allerdings nichts zu tun.
Trotzdem sieht der kolumbianische Ex-Pilot Juan Pablo Montoya nun Handlungsbedarf. Die Abstecher in den GT-Sport seien schlichtweg zu gefährlich. Und Red Bull müsse den Verstappen-Plänen nun einen Riegel vorschieben.
Als der Kolumbianer im Podcast "MontoyAS" gefragt wurde, ob Red Bull nun eingreifen sollte, meinte der Ex-Pilot: "Ja, 100 Prozent. Oder nein, 200 Prozent. Es könnte da einen Unfall geben, er könnte sich sein Bein brechen oder seinen Arm", meinte der 50-Jährige. "Die Summe an Geld, die Red Bull in ihn steckt, sollte Grund genug sein, um zu sagen: ,Wir haben dir die Chance gegeben, aber nach diesem Unfall haben wir es uns überlegt und wir denken, dass es nicht so sein sollte'", führte Montoya weiter aus.
Er selbst, meinte Montoya, der einst für Williams und McLaren in der Formel 1 fuhr und sieben Rennsiege holte, hätte es als Red-Bull-Boss genau so gemacht. "Ich hätte ihn angerufen und gesagt: ,Bitte steig nicht mehr in dieses Auto ein.' Ich denke, sie sollten sich das wirklich überlegen", riet Montoya dem Dosen-Imperium dann.
Der Kolumbianer erzählte dann, dass er selbst mehrmals eingeladen worden war, Rallye oder in anderen Serien zu fahren. Seine Teams hätten den Plänen aber stets einen Riegel vorgeschoben. Gleichzeitig erklärte Montoya, Red Bull habe dem Vierfach-Weltmeister sportliche Zugeständnisse machen müssen: "Denn sie hatten Angst, ihn zu verlieren."