Die notwendigen Sparmaßnahmen im Kulturbetrieb sollen nicht zulasten des Publikums gehen. Das Ausstellungsprogramm werde daher trotz der angespannten Budgetsituation nicht eingeschränkt.
Gleichzeitig bleibe das Sparen laut KHM-Chef Jonathan Fine unumgänglich: "Sparen müssen wir und werden wir. Aber das Ziel ist, dass das Publikum so wenig wie möglich davon mitbekommt." Die Finanzierung der Personalkosten stellen dennoch eine erhebliche Herausforderung dar: "die Basisabgeltung reicht nicht einmal zur Deckung der Personalkosten".
Die geplanten Ausstellungen können trotzdem wie vorgesehen umgesetzt werden, erklärte Direktorin Claudia Banz. Inhaltlich setzt das diesjährige Programm klare Schwerpunkte auf Zukunftsfragen und die kritische Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte. Darüber hinaus stehen auch koreanische Comics sowie ökologische Themen auf dem Programm.
Einen Blick in die Zukunft wagt das Weltmuseum Wien bereits ab 6. Februar mit der Ausstellung "Regeneratives Design: Die Kulturstätte als Zukunftslabor," die in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst entsteht. Anhand von 25 Objekten wird gezeigt, wie Gesellschaften heute – oder künftig – verantwortungsvoll mit Natur und Ressourcen umgehen können.
Im Rahmen der Klima Biennale folgt mit "The Craftocene" (ab 3. März) eine weitere Ausstellung, die sich mit neuen Formen des Zusammenlebens beschäftigt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Handwerk, Technologie und ökologische Intelligenz sinnvoll verbinden lassen. Gleichzeitig regt die Schau dazu an, Produktion, Konsum und den klassischen Fortschrittsgedanken kritisch zu hinterfragen.
Im Sommer rückt schließlich Korea ins Rampenlicht. Ab 3. Juni lädt die Ausstellung K-Toons in Zusammenarbeit mit der National Asian Culture Center Foundation zu einer visuellen Entdeckungsreise ein. Gezeigt wird, wie koreanische Comics – Manhwas und Webtoons – mit ihren für das Scrollen am Handy optimierten Erzählformen die globale Bildkultur nachhaltig verändert haben.
Trotz finanzieller Stolpersteine schaut man zuversichtlich nach vorne. Mit einem modernen, frischen Programm zeigt man, dass Sparen und spannende Kultur kein Widerspruch sein müssen.