Der KI-Boom scheint derzeit kaum Grenzen zu kennen. Anleger und Unternehmen stecken Milliarden in die neue Technologie und hoffen auf enorme Gewinne. Doch mit den immer höheren Bewertungen wächst auch die Nervosität an den Märkten. Die große Frage: Steckt hinter dem Höhenflug nachhaltiges Wachstum - oder droht eine gewaltige Blase?
Der bekannte Investor Jeremy Grantham warnt vor einer riesigen Blase rund um Künstliche Intelligenz. Dabei wird eines deutlich: Boom und Blase schließen sich nicht aus. Eine Technologie kann nützlich sein und trotzdem eine Finanzblase verursachen.
Nicht ein technologischer Rückschlag gilt als wahrscheinlichster Auslöser, sondern die Finanzierungsseite. Beobachter verweisen auf steigende Kosten für Energie und Chips. Hinzu kommt eine physische Grenze: Ohne genug Strom lassen sich die geplanten Rechenzentren schlicht nicht betreiben, was die Investitionsausgaben von selbst ausbremsen könnte.
Auch Europa ist stark vom KI-Boom betroffen. Die Abhängigkeit von großen US-Tech-Konzernen bleibt jedoch enorm. Selbst große europäische Unternehmen setzen weiterhin auf die Cloud-Dienste amerikanischer Tech-Giganten.
Österreich hätte eigentlich gute Voraussetzungen für KI-Rechenzentren, vor allem wegen der vielen erneuerbaren Energie. Trotzdem investieren Betreiber lieber in den USA, Skandinavien oder Irland. Bei heimischen Unternehmen wächst die Sorge vor der Abhängigkeit von ausländischen Tech-Konzernen. Beim großen KI-Boom bleibt Österreich damit vorerst nur Zuschauer.