Fast 3.000 km unter der Erde

KI entdeckt sechs geheime Zonen tief in der Erde

Chinesische Forscher haben mit künstlicher Intelligenz riesige Strukturen an der Grenze zwischen Erdmantel und Erdkern aufgespürt.
Heute Life
07.09.2026, 20:01
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

In fast 2.900 Kilometern Tiefe trifft der feste Erdmantel auf den flüssigen äußeren Erdkern. An dieser Grenzschicht liegen geheimnisvolle Bereiche mit ungewöhnlichen Eigenschaften. Mit konventionellen Methoden sind diese kleinräumigen Strukturen nur schwer zu erfassen.

Forscher der Chinese Academy of Sciences unter Prof. Juan Li haben jetzt eine künstliche Intelligenz auf mehr als zwei Millionen Erdbeben-Aufzeichnungen aus den Jahren 1990 bis 2024 losgelassen. Die Daten stammen von 4.859 starken Fernbeben mit Magnituden zwischen 6,0 und 8,8.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Laut scinexx.de identifizierte das Deep-Learning-System insgesamt 174.929 hochwertige PKP-Vorläufersignale. Das sind schwache seismische Wellen, die an Unregelmäßigkeiten nahe der Kern-Mantel-Grenze gestreut werden. Damit umfasst der neue Katalog etwa zehnmal so viele Beobachtungen wie frühere globale Datensätze.

Sechs neue Zielgebiete entdeckt

Mit den neuen Daten konnten die Wissenschaftler sechs bisher kaum erfasste Gebiete mit hoher Streuwahrscheinlichkeit ausmachen. Sie liegen im östlichen Nordatlantik bis nach Mitteleuropa, in Nordeurasien, in einem Band vom nordwestlichen Pazifik bis Alaska, im südlichen Afrika, im südöstlichen Südatlantik sowie rund um die Antarktis.

Mehrere dieser Zonen überlappen sich räumlich mit sogenannten Ultra-Low-Velocity Zones - Gebieten mit ungewöhnlich niedrigen Wellengeschwindigkeiten nahe der Kern-Mantel-Grenze. Die genaue Natur dieser Strukturen bleibt jedoch weiterhin rätselhaft.

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.09.2026, 20:01