Der KI-Konzern Anthropic hat bei der US-Börsenaufsicht SEC die Unterlagen für einen Börsengang eingereicht.
Wann genau es so weit sein wird, hängt laut dem Unternehmen "von den Marktbedingungen und anderen Faktoren ab". Mit dem Gang aufs Parkett wird aber noch in diesem Jahr gerechnet.
Anthropic ist vor allem für seinen Chatbot Claude bekannt, der hauptsächlich von Unternehmen genutzt wird.
Erst vergangene Woche hatte das Unternehmen nach einer neuen Finanzierungsrunde mitgeteilt, nun wertvoller als sein Konkurrent OpenAI zu sein. Der Konzern wird mittlerweile mit 965 Milliarden Dollar bewertet.
Neben dem Chatbot arbeitet Anthropic auch an einem KI-Modell namens Mythos, das Lücken in Cybersicherheitssystemen aufspüren soll. Neben den US-Behörden hofft auch die EU auf einen testweisen Zugriff, um mögliche Risiken auszuloten.
Deutsche Sicherheitsexperten hatten jedoch gewarnt, dass Kriminelle oder staatliche Akteure Mythos für Cyberangriffe nutzen könnten.
Aktuell steht Anthropic in einem Rechtsstreit mit dem US-Verteidigungsministerium. Der Konzern verweigert dem Pentagon die uneingeschränkte militärische Nutzung seiner KI-Technologie.
Man wolle KI nicht zur "Massenüberwachung im Inland" oder in vollautonomen Waffensystemen einsetzen lassen, so das Unternehmen. Das Pentagon stufte Anthropic daraufhin als "Sicherheitsrisiko in der Lieferkette" ein – wogegen sich der Konzern nun juristisch wehrt.