Das Obstcenter der Wein- und Obstbauschule Krems hat heuer eine umfassende Modernisierung hinter sich. Im Mittelpunkt steht eine neue, mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Obstsortieranlage, die bei der gerade angelaufenen Apfelernte voll zum Einsatz kommt.
Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister hebt die Bedeutung der neuen Anlage hervor: "Moderne Landwirtschaft braucht moderne Ausbildung. Mit dieser Anlage zeigen wir, dass unsere Fachschulen nicht nur mit der Entwicklung Schritt halten, sondern sie aktiv mitgestalten." Die Schüler sollen so den direkten Umgang mit modernster Agrartechnologie lernen - künftig wird diese auf den Betrieben Standard sein.
Obstbaulehrer Bernhard Dirnberger erklärt, wie die neue Anlage funktioniert: "Die Anlage klassifiziert Äpfel und anderes Obst vollautomatisch nach Größe, Gewicht, Farbe und Qualitätsmerkmalen – schonend, präzise und ohne manuelle Sortierung."
Zusätzlich erfasst eine integrierte Kamera pro Apfel rund 40 Bilder und kann so auch Beschädigungen feststellen. Damit ist es möglich, das Obst je nach Verwendungszweck – zum Beispiel für Saft oder für den Verkauf als Frischobst – zu sortieren.
"Diese Investition ist weit mehr als ein technisches Upgrade – sie ist ein klares Signal an unsere Schülerinnen und Schüler, dass wir sie bestmöglich auf die Anforderungen des Marktes vorbereiten wollen. Praxisnähe und Innovation gehören bei uns zusammen", betont auch Direktor Dieter Faltl. In der neuen Anschaffung sieht er einen wichtigen Meilenstein für den Standort.