Die Landwirtschaft leidet unter der Hitze. Das zeigt die Schadenssumme, die sich aus der Dürre ergeben hat: eine Milliarde Euro – wir berichteten über das mögliche Dürre-Hilfspaket. Die Grünen Niederösterreich unterstützen nun die Forderung nach schnellen Hilfsmaßnahmen für betroffene, landwirtschaftliche Betriebe.
Helga Krismer (Grüne), Klubobfrau der Grünen im NÖ Landtag, erklärt: "Bei Dürre wie bei Hochwasser braucht es Soforthilfen. Die Bäuer:innen, deren Existenzen auf dem Spiel stehen, dürfen nicht allein gelassen werden. Das Paket muss jetzt auf den Tisch – unbürokratisch, treffsicher und rasch."
Die Klubobfrau hat auch zum Ö1-Sommerinterview von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) etwas zu sagen: "Ich erwarte mir von Johanna Mikl-Leitner und Udo Landbauer endlich die Einsicht, dass es sich bei Dürre, Hitze und Hochwasser nicht um biblische Plagen handelt, die schicksalhaft über uns hereinbrechen."
Und weiter: "Das sind die Gesichter der Klimakrise – und sie werden von Jahr zu Jahr härter, solange die Schwarz-Blaue Landesregierung mit rotem Beiwagen Klimaschutz als Randnotiz behandelt."
Das System der Schadensabwicklung stoße laut Krismer an seine Grenzen. "Die Versicherungen werden diese Schäden nicht mehr stemmen können und die öffentlichen Budgets auch nicht. Eine Milliarde heuer, die Hochwasserschäden von 2024 noch nicht verdaut – wer glaubt, wir können uns aus der Klimakrise heraus zahlen, hat die Dimension nicht verstanden", so die Grüne Politikerin.
Spätestens in diesem Extremsommer müsse für alle deutlich werden, dass Vorsorge im Hitzeschutz billiger sei als eine fortdauernde Reparatur der immer größer werdenden Klimakrise-Schäden.
"Mehr Grün statt Grau! ÖVP-FPÖ-SPÖ müssen ihre Betonpolitik beenden. Niederösterreich muss raus aus Asphalt und Beton", fordert Krismer. Jeder zugebaute Hektar Boden verstärke Dürre und Hochwasser.
"Wer den Bäuer:innen helfen will, muss auch ihre Böden schützen, statt sie unter Schnellstraßen & riesigen Umfahrungen zu begraben", kritisiert sie.
"Ich erwarte mir von dieser Landesregierung, dass sie den Fakten ins Auge blickt und ernsthaft arbeitet für die Zukunft unseres heimischen Klimas – mit einem verbindlichen Bodenschutz, einem Ende der Asphaltierungspolitik à la S34 und S8, einer raschen Umsetzung der EU-Renaturierungsverordnung und einem Klimaschutzprogramm, das seinen Namen verdient", erklärt Krismer zum Schluss.