Kicker nahm trotz Corona an Match teil – 720 € Strafe

Der Angeklagte vor Gericht und Symbolfoto von Fußbällen.
Der Angeklagte vor Gericht und Symbolfoto von Fußbällen.GEPA, privat
Trotz Corona hatte ein Fußballer an einem Meisterschaftsspiel teilgenommen, jetzt musste er wegen Gemeingefährdung in Krems vor Gericht.

Wegen des Vergehens der fahrlässigen Gemeingefährdung und wegen absichtlicher Gemeingefährdung musste ein 23-Jähriger heute in Krems auf die Anklagebank: Der junge Fußballer aus Niederösterreich soll mit Corona gespielt haben und dann die Erkrankung der Behörde verschwiegen haben.

"Hatte keine Symptome"

Bereits im Dezember hätte der 23-Jährige vor Gericht müssen ("Heute" berichtete), erschien aber nicht, heute ging es vor Gericht endlich in die Verlängerung.

"Ich dürfte mich bei einem Kollegen in Wien am Gang angesteckt haben. Ich hatte keine Symptome und habe geglaubt, dass ich mich nicht angesteckt habe", so der Angeklagte beim Prozess.

Laut Anklage war er am 12. September 2020 bei einem Match aufgelaufen und spielte, im Zuge des "Contact Tracing" soll er dann wenige Tage später die Teilnahme am Fußballspiel verschwiegen haben. 

Absichtliches Gemeingefährdung

Vom Vorwurf der fahrlässigen Gemeingefährdung wurde der Sportler schließlich frei gesprochen. Denn er hatte zum Zeitpunkt des Matches noch keinen Absonderungsbescheid bzw. ein positives Testergebnis. Wegen absichtlicher Gemeingefährdung wurde der 23-Jährige indes schuldig gesprochen (Anm.: eben weil er der Behörde das Match verschwiegen hatte).

Der 23-Jährige wurde zu 720 Euro Geldstrafe verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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