Hofer kennt Entscheidung von Philippa Strache nicht

Im ORF-Report bezog FPÖ-Parteichef Norbert Hofer Stellung zur Spesenaffäre von Heinz-Christian und Philippa Strache.
Der Bruch zwischen der FPÖ und dem Ehepaar Strache ist nicht mehr zu leugnen. Egal, ob es um die Facebookseite des ehemaligen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache, die Spesenaffäre – gegen Heinz-Christian Strache wird ebenso ermittelt, wie gegen seine Frau Philippa – oder einen möglichen Einzug seiner Gattin Philippa in den Nationalrat geht, versucht die FPÖ auf Distanz zu gehen.

Am Dienstagabend äußerte sich FPÖ-Chef Norbert Hofer in der ORF-Sendung "Report" zum aktuellen Stand der Dinge. Im Gespräch mit Susanne Schnabl zeigte sich Hofer mitunter nicht übergebührend gesprächig. Eigentlich hätte ja Herbert Kickl der ORF-Journalistin Rede und Antwort stehen sollen, doch er erkrankte und musste sich von Hofer vertreten lassen.

Hofer weiß nicht, wie sich Strache entscheidet



Zur Causa Philippa konnte Hofer keine neuen Erkenntnisse liefern. Er wisse nicht, ob Strache ihr Nationalratsmandat annehmen werde, oder nicht. Die Entscheidung Strache für den Nationalrat kandidieren zu lassen, bezeichnete er als eine zum Zeitpunkt der Entscheidung "sinnvolle Maßnahme". Über das Gehalt von Philippa Strache wollte Hofer nicht diskutieren. Es gehe in den Ermittlungen darum, ob Belege gefälscht wurden.

CommentCreated with Sketch.7 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auf die Frage ob es Konsequenzen für jene Personen geben werde, die das Gehalt von Philippa Strache genehmigt haben, konterte Hofer mit einem Seitenhieb auf ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, der 400.000 Euro im Jahr kassieren würde. Auch auf Nachfrage wich er aus, fragte sich, wie es denn bei "Rot und Schwarz" aussehen würde.

Eine konkrete Antwort blieb Hofer auch in der Frage eines möglichen Parteiausschluss von Heinz-Christian Strache schuldig. Er möchte "unbelastet und frei" in die Zukunft gehen, ob er einen Parteiausschluss begrüßen würde, oder nicht, verriet Hofer nicht.

Hofer will wieder ins NR-Präsidium



Gesprächiger zeigte sich Hofer, was seine persönliche Zukunft betrifft. Er strebt eine erneute Amtszeit als dritter Präsident des Nationalrats an. Diese Aufgabe sei ihm "auf den Leib geschneidert". Dieses Amt ließe sich mit dem eines Parteichefs vereinbaren.

Sollte es zu keiner Koalition zwischen Türkis und Grün kommen, werde der Bundesparteivorstand zusammentreten. Denn er wolle nicht, dass die Leute noch einmal wählen müssen. Eine Hintertür für eine Neuauflage der letzten Koalition? Möglich. Hofer ist davon überzeugt, dass die ÖVP und die grüne "Weltuntergangssekte" inhaltlich nicht zusammen passen. Ausgeschlossen ist für Hofer allerdings, eine Minderheitsregierung von Sebastian Kurz zu unterstützen.

Sollte es doch noch zu Koalitionsverhandlungen kommen, habe er auch schon eine Idee wie mit der Personalie Kickl umgegangen werden könnte. Er habe eine "ganz gute Idee, aber die werde ich Ihnen nicht auf die Nase binden", sagte Hofer.

Klage um Straches Facebook-Account?



Brisant könnte es um den Facebook-Account von Heinz-Christian Strache werden. Anwalt Ben Irle, er vertritt nicht nur Philippa, sondern auch Heinz-Christian Strache, stellte in der Sendung die Möglichkeit einer Klage gegen die FPÖ in den Raum, sollte diese dem ehemaligen Vizekanlzer bis Freitag nicht sämtliche Zugangsdaten zum Facebook-Account zur Verfügung stellen.



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