Krisenmodus

Luftalarm in der Ukraine: Kiew setzt auf neue Strategie

Kiew prüft angesichts verstärkter Drohnenangriffe neue Sicherheitsmaßnahmen, um Verkehr und Alltag trotz Luftalarm aufrechtzuerhalten.
Newsdesk Heute
31.08.2026, 21:36
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Angesichts der immer häufigeren Drohnenangriffe aus Russland wollen die Behörden in Kiew jetzt ihre Sicherheitsmaßnahmen bei Luftalarm ändern. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, hat am Montag auf Telegram erklärt, dass er die Behördenvertreter der Stadt zusammengeholt hat, um über neue Sicherheitsregeln zu beraten. Klitschko hat zum Beispiel vorgeschlagen, dass die U-Bahn auch während eines Luftalarms weiterhin über die Dnipro-Brücken fahren soll. Derzeit hält die Metro bei Alarm den Verkehr über den Fluss an.

Die russische Armee hat ihre Angriffe auf die Ukraine zuletzt stark verstärkt. Immer wieder fliegen Schwärme von Kampfdrohnen auf die Hauptstadtregion zu. Die ständigen Alarme legen den Verkehr und das Wirtschaftsleben oft lahm, weil die Geschäfte schließen müssen und die U-Bahn den Verkehr über die Dnipro-Brücken stoppt. Das sorgt immer wieder für ein ordentliches Verkehrschaos. Der Fluss Dnipro teilt Kiew in zwei Teile.

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Die Stadtverwaltung von Kiew hat außerdem angekündigt, dass bei Schulkindern mehr auf Online-Unterricht gesetzt werden soll. In der Ukraine startet am Dienstag das neue Schuljahr.

Russland versuche, das "Wirtschaftsleben in der Hauptstadt und in den Großstädten lahmzulegen", erklärte Regierungschef Serhij Korezky am Samstag. "Die lang anhaltenden Luftalarme beeinträchtigen nicht nur die Sicherheit der Bürger, sondern auch den Betrieb von Unternehmen, die Logistik, den Verkehr sowie Schulen und Kindergärten." Deshalb müssten die Sicherheitsvorschriften angepasst werden, um "noch Leben" in Kiew zu ermöglichen.

Experten fordern deshalb Sicherheitsmaßnahmen, die besser an die Angriffe angepasst sind. "Wenn in der Hauptstadt praktisch alles für 40 Minuten pro Stunde zum Stillstand kommt, nur weil irgendwo in der Region eine Drohne fliegt, werden wir das nicht lange durchhalten" kritisierte kürzlich der ukrainische Justizexperte Mychajlo Schernakow auf Facebook.

{title && {title} } red, {title && {title} } 31.08.2026, 21:36