Obduktionsergebnis da

Killer von Erdberg – er erwürgte Tochter und Ehefrau

Nicht nur die 13-Jährige, auch die Mutter (51) wurde erwürgt. Dringend tatverdächtig war der Ehemann bzw. Vater – er beging Suizid.

Wien Heute
Killer von Erdberg – er erwürgte Tochter und Ehefrau
Die Wienerin (51) und ihre Tochter (13) wurden tot in Wien-Landstraße entdeckt. Der Vater (53) beging Suizid. 
Sabine Hertel/Privat

Polizisten fanden vergangenen Freitag eine Juristin (51) und ihre 13-jährige Tochter tot in einer Wohnung in der Erdbergstraße (Wien-Landstraße). Die Mutter der 51-Jährigen hatte zuvor Alarm geschlagen, weil sie längere Zeit niemanden erreicht hatte.

Nun steht fest: Nicht nur die 13-Jährige starb aufgrund massiver Gewalteinwirkung gegen ihren Hals. Auch ihre Mutter wurde mit bloßen Händen erwürgt. Das ergaben die Obduktionen der beiden Opfer. 

Mitschüler und Lehrer sind tief betroffen

Der Schock bei Nachbarn, Verwandten und Freunden der Familie ist groß, auch die Mitschüler und Lehrkräfte des Gymnasiums, das die 13-Jährige besuchte, sind "tief betroffen", wie es auf "Heute"-Nachfrage seitens der Bildungsdirektion heißt.

Ansprechstellen für Gewalt-Betroffene


Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
Weisser Ring: 0800 112 112

TelefonSeelsorge – Notruf 142
Kriseninterventionszentrum: 01/4069595

Vor der Schule wurde die schwarze Fahne gehisst, es wird versucht, den gewaltsamen Tod der 13-Jährigen aufzuarbeiten. "Am Montag waren Kollegen aus der Schulpsychologie vor Ort und haben unterstützt. Das Angebot der Schulpsychologie steht weiterhin allen, auch Eltern, zur Verfügung. In allen Klassen orientieren sich die Pädagogen an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und schaffen Raum für Gruppen- oder Einzelgespräche", so eine Sprecherin.

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    In einer Wohnung in diesem Haus in Wien-Landstraße soll sich die tragische Bluttat ereignet haben.
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    Sabine Hertel

    Familie galt als unauffällig

    Dem Vernehmen nach sind die Klassenkollegen der 13-Jährigen "fix und fertig". Auch die Frage nach dem "Warum?" taucht immer wieder auf – bisher haben auch die Ermittler noch keine Antwort darauf. Die Familie war nicht polizeibekannt, galt bei Nachbarn als "normal" und "unauffällig". 

    Als dringend tatverdächtig galt der Ehemann bzw. Vater der beiden Opfer. Nach dem 53-jährigen Bilanzbuchhalter, einem gebürtigen Steirer, wurde mit Hochdruck gefahndet. Dienstagabend gab es schließlich Gewissheit: Der Wahl-Wiener beging in einem Waldstück in Slowenien Suizid – wie "Heute" berichtete.

    Auf den Punkt gebracht

    • Eine 13-jährige Schülerin und ihre Mutter wurden in Wien-Landstraße getötet, was die Mitschüler, Lehrer und die Gemeinschaft zutiefst betroffen hat
    • Die Familie galt als unauffällig, aber der Ehemann und Vater der Opfer gilt als dringend tatverdächtig, und es wird intensiv nach ihm gefahndet
    • Die Schulpsychologie bietet Unterstützung für die Mitschüler an, während die Ermittlungen laufen und eine öffentliche Fahndung mit Fotoveröffentlichung wahrscheinlich ist
    red
    Akt.
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