Nach zwei Bundesliga-Runden steht die WSG Tirol mit einem Punkt auf dem Konto da. Nach dem 1:1 gegen Bundesliga-Vizemeister Sturm Graz kassierten die Wattener im Auftaktspiel der zweiten Runde am Freitagabend eine 1:3-Niederlage bei Altach. Und das, obwohl Husein Balic die Gäste aus Tirol in der 13. Spielminute noch in Front gebracht hatte. Hier geht es zum Spielbericht.
"So, wie wir die Tore kriegen, ist es Kinderfußball. Viel zu leicht, viel zu einfach. Wir haben Altach selbst stärker gemacht, ihnen keinen Druck gegeben. Sie haben spielen können, wie sie wollten", zeigte sich der WSG-Torschütze in einer ersten Reaktion bei "Sky" ernüchtert über die Vorstellung der Tiroler. "So gewinnst du kein Bundesligaspiel", fügte Balic an.
Bei Trainer Philipp Semlic kamen die Aussagen seines Spielers nicht gut an, auch wenn der Coach versuchte, keine Unruhe aufkommen zu lassen. "Man kann es schon richtig einschätzen. Aber ich werde da noch einmal mit ihm reden", meinte Semlic. Gleichzeitig betonte der Trainer: "Er hat ein Tor geschossen, wollte hier etwas mitnehmen. Es taugt mir auch, dass er da vorneweg geht. Und die ersten zwei Tore waren zu verteidigen. Man darf nicht so einfach die Tore hergeben, und da gebe ich ihm recht", so der WSG-Trainer.
Kapitän Lukas Hinterseer konnte mit den Aussagen Balics ebenso wenig anfangen. Von "Kinderfußball" wollte auch der routinierte Stürmer nichts wissen. "Kinderfußball war es auf gar keinen Fall. Wir haben viele junge Kerle dabei gehabt, haben unseren Mann aber gestellt, sind marschiert. An Einsatz und Willen kann man nichts vorwerfen", meinte Hinterseer, der aber trotzdem betonte: "Wie die Tore entstanden sind, das war zu leicht. Das müssen wir abstellen, da müssen wir hart in der nächsten Woche arbeiten."