Zwei Abfahrtstrainings in Kitzbühel, beide Male gab Franzoni das Tempo vor. Der Sieger des Super-G von Wengen katapultierte sich mit einem Schlag in die Weltspitze der Speed-Läufer.
Doch das war nicht immer so. Denn der Italiener hat einmal gegen einen Giganten aus einer anderen Sportart verloren: Tennis-Star Jannik Sinner. Konkret geht es um ein Junioren-Skirennen vor 16 Jahren, in dem Franzoni und Sinner, ein ausgezeichneter Skifahrer, aufeinandergetroffen sind – mit dem besseren Ende für den Südtiroler.
Der Weltranglisten-Zweite im Tennis hatte damals ein Nachwuchsrennen im italienischen San Sicario gewonnen. Und das immerhin 87 Hundertstelsekunden vor Simon Talacci, ein Skiläufer, der gerade zwischen Europacup und Weltcup hin und her wechselt. Auch Franzoni stand damals am Start, landete aber bloß auf dem zwölften Rang, mit bereits 3,94 Sekunden Rückstand.
Dass Sinner ein guter Skifahrer war, durchaus Talent hatte, ist kein Geheimnis. Dieses nun wieder aufgetauchte Ergebnis zeigt, wie talentiert der Südtiroler tatsächlich war. Franzoni meinte nun auf das Rennen angesprochen: "Ich war zu jung, um mich an dieses Rennen zu erinnern."
"Aber", ergänzte der Italiener im "Corriere di Brescia", "meine Mutter erinnert sich sehr wohl daran. Ich bin froh, einen Teil meines Lebens mit ihm geteilt zu haben", schmunzelte der Streif-Favorit dann.