Speed-Spektakel im Ski-Weltcup, die Hahnenkamm-Rennen auf der Streif stehen auf dem Programm. Doch dem einen oder anderen ist es offenbar einen Tick zu schnell. Das zeigte sich zumindest im Rahmen der Mannschaftsführersitzung vor dem ersten Rennen auf der Streif. Da verlangte nämlich der französische Skiverband, dass der Super-G am Freitag umgesteckt werden soll.
Lorenzo Galli, Coach der Italiener, hat den Kurs auf der Streif bereits ausgeflaggt, die Trainer konnten schon einen Blick darauf werfen. So kam auch die Beschwerde auf. "Vielleicht können wir eine Lösung finden, um den Speed vor dem Hausberg zu reduzieren", hieß es aus dem Lager der Franzosen in der Sitzung.
Konkret soll es um zwei Tore bei der Anfahrt zur Hausbergkante gehen. Diese könnten leicht versetzt werden, um die Läufer einzubremsen. "Im Brüggli-S (in Wengen, Anm.) geht man auch nicht mit 100 Prozent hinein, man muss den Speed kontrollieren. Das ist taktisches Fahren", konterte FIS-Renndirektor Markus Waldner bei der Sitzung, meinte danach aber, man würde sich die Anliegen der Franzosen noch vor der ersten Besichtigung am Samstagmorgen anschauen. Ähnlich reagierte auch FIS-Mann Hannes Trinkl: "Wir können uns das anschauen und dann adaptieren."
Im zweiten Abfahrtstraining war der französische Rennläufer Ken Caillot in der Mausefalle spektakulär abgeflogen und per Hubschrauber geborgen worden. Der 27-Jährige blieb aber ohne schwere Verletzungen, erlitt nur einen großen blauen Fleck am Rücken.
"Es ist schon flott, es ist auch gut, wenn man da noch einmal ein Auge drauf hat", meinte Rennleiter Mario Mittermayer-Weinhandl, ergänzte: "Ich gehe davon aus, dass man zwei Tore um eine Torbreite, also 60 Zentimeter, versetzt."