Austria Klagenfurt verpasste den Aufstieg in die Bundesliga, weil Ried die bessere Tordifferenz hatte. Die Oberösterreicher verdankten diesen Umstand unter anderem einem 9:0-Sieg in der letzten Runde gegen den FAC.
Schnell kamen Gerüchte auf, dass möglicherweise nicht alles mit rechten Dingen zuging. Zumal die Floridsdorfer nicht in Bestbesetzung antraten.
Die Bundesliga prüfte den Sachverhalt und kam zum Schluss, dass keine Regeln verletzt wurden. Gleichzeitig regte man aber eine Änderung bei der Tabellen-Reihung an. Künftig soll zuerst das direkte Duell und erst danach das Torverhältnis bei Punktegleichheit entscheiden. Gäbe es dieses System bereits, hieße der Aufsteiger übrigens Klagenfurt.
Die Kärntner hadern nach wie vor mit dem kuriosen Liga-Finish. Am Mittwoch gab der Verein bekannt, das Ethikkomitee anzurufen. "Was rund um den letzten Spieltag der Saison 2019/20 geschehen ist, können wir nicht einfach so stehen lassen und zur Tagesordnung übergehen. Da sehen wir uns nicht nur im Namen unserer Spieler, Partner und Fans, sondern auch im Sinne der Professionalität und Reputation des österreichischen Fußballs in der Pflicht, den Finger in die Wunde zu legen", meint Sportdirektor Matthias Imhof.
Dass am grünen Tisch doch noch der Aufstieg gelingt, schließt Klagenfurt so gut wie aus. "Wir werden in der Saison 2020/21 einen neuen Anlauf nehmen."