Liga will direkte Duelle höher als Tordifferenz werten

Eine Farce wie das 9:0 soll es nicht mehr geben.
Eine Farce wie das 9:0 soll es nicht mehr geben.gepa-pictures.com
Die Tordifferenz soll in Zukunft eine untergeordnete Rolle spielen. Das regt die Bundesliga nach der Farce im Aufstiegs-Krimi an.

9:0 und 6:1. Das Finale um den Aufstieg in die österreichische Bundesliga brachte zwei hohe Siege. Ried und Klagenfurt wussten, dass am Ende die Tordifferenz entscheiden würde. Entsprechend offensiv legten sie ihre Partien an.

Doch gerade Ried hatte auffallend leichtes Spiel. Gegner FAC zeigte wenig Gegenwehr, einige Spieler genossen bereits ihren Urlaub. Ein Umstand, der Klagenfurt sauer aufstieß. Die Kärntner, die den Aufstieg am Ende um fünf Tore verpassten, forderten eine Stellungnahme der Bundesliga.

Diese folgte am Montag. "Es ist bedauerlich, dass der spannende Titelkampf durch die Ergebnisse der 30. Runde auch in ein schlechtes Licht gerät", sagt Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer. 

Das Spiel Ried gegen FACwurde genau analysiert. Conclusio: Alles lief rechtens ab.

Aber: Um eine derartige Farce zu vermeiden, regt die Liga beim ÖFB nun eine Regeländerung an. Künftig soll bei punktegleichen Mannschaften zuerst das direkte Duell und erst danach das Torverhältnis über die Tabellen-Reihung entscheiden. Das in vielen Ländern bereits erprobte System soll österreichweit zum Einsatz kommen, also von der Bundesliga abwärts.

Gäbe es diese Zählweise bereits, hieße der Aufsteiger übrigens Austria Klagenfurt. Die Kärntner gewann in Ried mit 3:1 und holten daheim ein 1:1 gegen die Oberösterreicher.

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