Coronavirus

Klare Mehrheit will jetzt Lehrer zur Impfung zwingen

Die Sorge vor einer Corona-Explosion zu Schulbeginn ist groß. Die klare Mehrheit der Österreicher will deswegen eine Impfpflicht für Lehrer sehen.
Rene Findenig
04.09.2021, 09:15

Eine klare Mehrheit der Österreicher ist laut einer neuen "profil"-Umfrage für eine verpflichtende Impfung von Lehrern. Zum Schulbeginn sprechen sich 57 Prozent der 500 Befragten (Schwankungsbreite +/- 4,4 Prozent) für eine Impfpflicht des Lehrpersonals aus, zeigt die neue Umfrage vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle Ausgabe des Magazins. Auf die Frage, ob bisher noch nicht geimpfte Pädagoginnen und Pädagogen zur Impfung verpflichtet werden sollen, antworten 35 Prozent der Befragten mit "stimme sehr zu".

Zwei Drittel erwarten Corona-Anstieg

Weitere 22 Prozent tendieren mit einem "stimme eher zu" ebenfalls zur verpflichtenden Corona-Impfung für Lehrerinnen und Lehrer. 10 Prozent der Befragten sind "eher nicht" für eine Impfpflicht, 26 Prozent sind klar dagegen, 7 Prozent machten dazu keine Angabe. Groß sind daneben auch die Sorgen vor einem Anstieg des Infektionsgeschehens zu Schulbeginn: 64 Prozent der Befragten sind "sehr" oder "eher" in Sorge, dass die Corona-Zahlen mit dem Schulstart stark ansteigen werden. 29 Prozent der Befragten äußerten diesbezüglich keine Sorgen.

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5,22 Millionen Menschen voll geimpft

5.521.467 Menschen sind laut Impf-Dashboard des österreichischen Gesundheitsministeriums bereits mit mindestens einer Corona-Impfung versorgt worden, das sind 61,81 Prozent der impfbaren Gesamtbevölkerung ab 12 Jahren in Österreich. Davon haben 5.223.890 Menschen, das sind wiederum 58,48 Prozent der impfbaren Bevölkerung, einen vollständigen Impfschutz. Im Schnitt wird alle 7,4 Sekunden in Österreich eine Impfung verabreicht, zu Hochzeiten war es eine Impfung pro Sekunde – oder sogar noch mehr Impfungen in nur einer Sekunde.

Experten sehen Lockdown kommen

Experten schlagen deshalb Alarm. Ärztekammer-Chef Thomas Szekeres hatte im ORF-Interview gemeint: "Die Zeit für Maßnahmen ist gekommen." Und: "Wenn es uns nicht gelingt, die Zahlen zu senken, wird das im Herbst notwendig sein" – "Heute" berichtete. Noch konkreter wird die Virologin Dorothee von Laer im ZIB2-Studio am Freitagabend: "Ich gehe davon aus, dass wir da gerade vorbeischrammen oder reinschlittern", sagte sie dazu, ob es wieder einen Lockdown geben werde.

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