Bargeld könnte in Zukunft ganz anders aussehen, als wir es gewohnt sind. Die Bundesdruckerei hat auf einer Fachkonferenz in Washington ihre neue Konzept-Banknote namens "STELLA" präsentiert. Das Besondere: Der Geldschein ist nur noch etwa so groß wie eine Kreditkarte.
Der Entwurf gehört zur Experimentierreihe "Ex Nihilo" und setzt auf ein deutlich verkleinertes Format. Ziel ist es, Bargeld auch in einer zunehmend digitalen Zahlungswelt praktischer, nachhaltiger und zugleich sicher zu halten.
Wie chip.de berichtet, wird "STELLA" auf ein Polymersubstrat gedruckt - eine dünne Kunststoff-Basisfolie aus erneuerbaren, nicht fossilen Rohstoffen. Das Material soll langlebig sein und gleichzeitig Rohstoffverbrauch, Energieeinsatz und Produktionsaufwand senken.
Trotz der kleineren Fläche sollen weiterhin klassische und neue Sicherheitsmerkmale integriert werden. Ein randübergreifendes Design nutzt die gesamte Oberfläche für Schutzfunktionen.
Die Gestaltung orientiert sich an Sternen und damit am Ursprung des Kohlenstoffs - ein Motiv, das den Gedanken der Reduktion auf das Wesentliche unterstreichen soll. Inhaltlich knüpft "STELLA" an die frühere Musternote "IGNIS" an, die 2024 bereits einen Branchenpreis gewann.
Die Idee kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bargeld zwar unter Druck steht, aber in Deutschland weiter erstaunlich präsent ist. Nach einer Bundesbank-Studie aus dem Jahr 2025 akzeptieren 99,4 Prozent der getesteten Verkaufsstellen Bargeld.
Gerade weil Bargeld also fast überall noch funktioniert, zugleich aber durch Selbstbedienungskassen und digitales Bezahlen unter Druck gerät, suchen Institutionen wie die Bundesdruckerei nach Wegen, Scheine robuster, günstiger und alltagstauglicher zu machen.