Tippt er schon an einer fiesen Attacke gegen Conan O'Brien? Findet er, dass das die schlimmsten Oscars überhaupt waren? Klar ist: Hollywood und Donald Trump – diese Beziehung bleibt kompliziert. Bei den Academy Awards nutzt Gastgeber Conan O'Brien gleich die große Bühne, um gegen den US-Präsidenten auszuteilen.
Mitten in seiner Moderation meldet sich der Comedian "live" aus dem Dolby Theatre – und lässt eine spitze Bemerkung fallen: "Wir melden uns live aus dem Hat-einen-kleinen-Penis-Theater. Mal sehen, ob er da auch seinen Namen davor setzt."
Der Saal lacht – die Spitze ist klar. O’Brien spielt damit auf die umstrittene Umbenennung des berühmten "John F. Kennedy Center for the Performing Arts" an.
Trump hatte das renommierte Kulturzentrum kurz nach seinem Amtsantritt unter seine Kontrolle gebracht, mehrere Mitglieder des Kuratoriums entlassen und schließlich seinen Vertrauten Richard Grenell mit der Leitung betraut. Kurz darauf wurde das Haus unter Protest vieler Künstler in "Trump Kennedy Center" umbenannt.
Das Kulturzentrum wurde ursprünglich nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy benannt und gilt als eines der wichtigsten Bühnenhäuser der USA. Doch die neue politische Linie sorgt für massiven Widerstand. Mehrere Künstler sagten ihre Auftritte ab, Kritiker sprechen von einem Kulturkampf gegen angeblich "woke" Institutionen.
Dass Hollywood darüber Witze macht, überrascht kaum. Trump-Spott gehört bei den Oscars inzwischen fast schon zur Tradition.