Nach neuesten Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde kamen seit dem Jahr 2000 bis heute 89 Menschen wegen der defekten Gaspedale bei Toyota ums Leben. Diese Zahl ist deutlich höher als bisher angenommen. Der Autobauer sieht sich nach einer Millionen-Strafe nun mit einer Flut von Zivilklagen konfrontiert.
Bislang wurde von 52 Todesopfern, die wegen klemmender Gaspedale bei Toyota starben, ausgegangen. Doch die Verkehrssicherheitsbehörde der USA musste diese Zahl nun nach oben revidieren.
Bis zum heurigen Mai mussten in den vergangenen zehn Jahren 89 Menschen wegen des Defekts ihr Leben lassen, 57 wurden verletzt. Seit dem Jahr 2000 gingen über 6200 Beschwerden wegen plötzlicher und ungewollter Beschleunigung aufgrund klemmender Gaspedale ein.
Im April wurde Toyota von der Behörde zur Maximalstrafe von 13,4 Millionen Euro verurteilt, vor allem weil der Konzern vier Monate lang von dem Problem wusste, jedoch nichts dagegen unternahm. Die Höhe des Bußgeldes ist für den weltgrößten Autobauer zwar keine finanzielle Belastung, doch der damit einhergehende Imageschaden ist nur schwer bezifferbar.
Gerichtsverfahren noch ausständig
Viel schlimmer dürften für Toyota die zahlreichen Klagen von Toyotafahrern und Angehörigen werden, da in den USA die Gerichte bei derartigen Schadenersatzforderungen oft Urteile im dreistelligen Millionenbereich fällen. In den vergangenen Monaten musste der japanische Konzern rund zehn Millionen Fahrzeuge wegen defekter Gaspedale, Bremsen, störender Fußmatten und Elektronik-Problemen zurückrufen.