Großeinsatz in Scheffau

Kletterer in letzter Minute aus Kaisergebirge gerettet

Dramatische Rettung am Wilden Kaiser: Ein 45-jähriger Kletterer kollabierte in einer Felswand. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit konnte man ihn bergen.
André Wilding
11.07.2026, 10:15
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Zwei deutsche Kletterer (37 und 45 Jahre) starteten in den Morgenstunden des 10. Juli vom Kaiseraufstieg in Kufstein über das Kaisertal, gingen weiter über den Bettlersteig zur Nordseite der Hackenköpfe, um dann die langwierige und vor allem anstrengende Tour "Weg der Freunde" mit gesamt 22 Seillängen zu klettern.

Dabei starteten sie aufgrund des langen Zustiegs erst am späten Vormittag. Im Bereich der 18. Seillänge kollabierte aber ein 45-jähriger Kletterer beim Sichern am Standplatz und der 37jährige Vorsteiger mussten wieder absteigen, um seinem Kollegen zu helfen.

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Notruf um 21.15 Uhr

Erst um 21.15 Uhr ging bei der Leitstelle Tirol über Deutschland der Notruf ein, worauf sofort die Flugrettung von "Christophorus 4" mit der Bergrettung Scheffau/Söllandl alarmiert wurde, wobei man sich auf eine terrestrische (bodengebundene) Bergung am Fußballplatz von Scheffau schon vorbereitete.

Die Bergung beider Kletterer konnte dann aber glücklicherweise buchstäblich in letzter Minute im Einbruch der Dunkelheit durch die Flugrettung von "Christophorus 4" durchgeführt werden. Einer der beiden, ein 45jähriger Deutscher, musste am von der Feuerwehr ausgeleuchtetem Fußballplatz von Scheffau notärztlich versorgt und in weiterer Folge ins BKH St. Johann geflogen werden.

Alpinpolizei im Einsatz

Der 37jährige Deutsche blieb unverletzt. So konnte ein langwierige, bodengebundene Bergung durch die Einsatzkräfte vermieden werden.

Im Einsatz standen die Polizei Söll, die Bergrettung Scheffau/Söllandl (sieben Mitglieder), die Feuerwehr Scheffau sowie die Alpinpolizei des Bezirks Kufstein.

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