Wie "Heute" berichtete, legten am Dienstag die Klima-Aktivisten erneut den Wiener Frühverkehr lahm. Gleich an zwei Orten gab es Blockadeaktionen. Drei Wochen lang soll jeden Tag eine Aktion geplant sein, bei der Wien lahmgelegt wird. "Heute" hat sich auf Wiens berühmtester Shoppingmeile umgehört, wie die Menschen zu den Protestaktionen stehen.
Grundsätzlich zeigen die Wiener Verständnis für die Anliegen der "Letzten Generation". Allerdings wünschen sie sich einen anderen Zugang. "Es ist kontraproduktiv, die Leute so zu verärgern. Dafür habe ich kein Verständnis", sagt der 70-jährige Ernst. Laut ihm brauche es "strukturiertere Maßnahmen". Ähnlich sieht dies auch der 76-jährige Karl: "Das sind Delikte, die in einer zivilisierten Demokratie keinen Platz haben." Es könne seines Erachtens nicht sein, dass ein Großteil der Bevölkerung wegen der Protestaktionen leide. "Es müssen andere Formen des Protests gefunden werden", meint Karl.
Die 76-jährige Florika ist unschlüssig: "Auf der einen Seite unterstütze ich die jungen Leute, auf der anderen Seite ist es wirklich schwierig, wenn alles blockiert ist und die Autofahrer wütend werden". "Wir haben dafür Politiker, die sich darum kümmern sollen", meint die 76-Jährige.
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Der 32-jährige Sean nutzt sein Auto täglich, da er beruflich viele Kilometer zurücklegen muss. Auch er ist immer wieder von den Protestaktionen betroffen. "Die Klima-Kleber denken nicht daran, dass sie anderen mit ihren Aktionen schaden. Ob das der richtige Weg ist, sei dahingestellt", ärgert sich der 32-Jährige Wiener.
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Der 70-jährige Ernst ist besorgt: "Ich muss morgen zum Flughafen, wenn ich da nicht rechtzeitig hinkomme, was mache ich dann?".