Solvig Schinköthe schloss sich mit ihren beiden Töchtern der "Letzten Generation" in Deutschland an und blockierte gemeinsam mit ihnen immer wieder den Verkehr. Nun sitzt die 42-Jährige deswegen mit ihrer Tochter Jördis im Gefängnis und hat nicht mehr genügend Geld, um die Strafen zu bezahlen.
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Deshalb sollen nun andere Menschen der Familie dabei helfen, das Geld für die Strafen aufzubringen. Tochter Lina (21) startete über die Plattform "Gofundme" einen Spendenaufruf für eine Summe von 10.000 Euro. "Meine kleine Schwester Jördis und Mutter Solvig sind bis zu 30 Tage in Präventivhaft.", schreibt sie.
Mutter und Tochter haben in Bayern mehrmals den Verkehr blockiert und sitzen deswegen nun im Gefängnis. "Jetzt wird sie nicht nur eingesperrt, sondern soll auch mehrere Geldstrafen bezahlen, weil sie friedlich protestiert hat. Das kann nicht sein!", so Tochter Lina. Auch die "Letzte Generation" ruft zum Spenden auf, damit die Mutter "die Strafen im Kampf für die Zukunft ihrer und aller Kinder nicht alleine tragen muss". Bisher sind rund 1.500 Euro eingegangen.
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Die Familie ist der Justiz schon lange bekannt. Mutter und Töchter klebten sich bereits in mehreren deutschen Städten an die Straßen und wurden auch schon mit anderen Aktionen straffällig. Mutter Solvig hatte sich beispielsweise im Oktober 2022 an ein Dinosaurier-Skelett im Berliner Naturkundemuseum geklebt. Im Mai 2022 hatten die Mutter und Tochter Lina ein Mineralöl-Tanklager in Seefeld (Brandenburg) besetzt und wurden dafür eine Nacht lang gemeinsam in eine Zelle gesperrt.
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Davor wurden die beiden zweimal bei Autobahnblockaden gegen den "fossilen Wahnsinn" in Frankfurt festgenommen und mussten daraufhin sechs Tage lang in Einzelzellen verbringen. Nach der Blockade erklärte die Mutter: "Ich habe Angst davor, sechs Tage von meinen Kindern getrennt zu sein und nicht für sie da sein zu können. Aber ich überwinde meine Angst und fasse all meinen Mut als Mutter zusammen, weil ich jetzt handeln muss, um noch viel größeres Unheil von ihnen abzuwenden", erklärte sie.