Klima-Protest am Freitag vor der Automesse

Fridays for Future Wien streikt am Freitag für eine "autofreie Stadt" und will damit einen Gegenpol zum "Auto-Hype" schaffen.
"Die emissionsreiche, ressourcenaufwändige und platzverbrauchende Wirkung von Autos liegt seit Jahren auf der Hand", lassen die Klima-Aktivisten von Fridays for Future in einer Aussendung wissen. Daher streiken sie am Freitag ab 12 Uhr vor der Messe Wien, wo dieser Tage die Autoshow stattfindet.

"Es kann nicht sein, dass in Wien Fußgänger und Radfahrer buchstäblich an den Rand gedrängt werden", so Simon Pories (18) von Fridays for Future. "Klimafreundliches Mobilitätsverhalten muss endlich bequemer werden. Der öffentliche Raum sollte für alle Menschen gleichermaßen nutzbar sein, egal, ob sie ein Auto besitzen oder nicht"



Keine Schikane

Das Ziel sei es keinesfalls, die Besucher der Automesse zu kritisieren oder schikanieren. Man wolle lediglich "Alternativen zum motorisierten Individualverkehr aufzuzeigen", so Pories.

Zudem soll die Vision einer "autofreien Stadt" propagiert werden. Der Mobilitätsexperte Florian Lorenz von der Initiative "Smarter Than Car", der beim Streik über die Zukunft der Mobilität sprechen wird, sieht darin Chancen: "Wenn wir den Wunsch privat ein Auto zu besitzen durch Konzepte einer zukunftsfitten Mobilität ersetzen, entsteht der Raum, um viele Möglichkeiten für eine gesunde, lebenswerte und klimafreundliche Zukunft zu realisieren."

Auch Extinction Rebellion auf der Straße

Ebenfalls am Freitag wird das Kollektiv Extinction Rebellion eine Aktion setzen. Die Aktivisten kündigen für 15.30 Uhr eine blutige Performance an, um gegen den Bau von Kohleminen durch Siemens zu protestieren. Dazu werden sich die Demonstranten in der Leberstraße 34 in Wien-Favoriten einfinden.

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