Klima-Rebellen besetzen wichtige Straße in der City

Auf der Ringstraße kam es am Dienstag in der Früh zu massiven Staus. Grund dafür waren Klima-Aktivisten, die sich auf der Fahrbahn befanden.

Autofahrer mussten sich nach dem langen Wochenende in der Wiener Innenstadt in Geduld üben. Auf der Ringstraße hatte sich binnen kürzester Zeit ein enormer Stau gebildet, nachdem Aktivisten der "Letzten Generation" beim Schottenring die Straße besetzt hatten.

Mit Klebstoff gegen die Klima-Krise

Die Polizei rückte mit mehreren Einsatzkräften aus. Der Verkehr war komplett zum Erliegen gekommen. Die Aktivisten können eigenen Angaben zufolge nicht "tatenlos zusehen, wie die Regierung die Lebensgrundlagen mit ihrer Untätigkeit vernichtet" und geht deshalb in den "friedlichen zivilen Widerstand". Als Sofortmaßnahme gegen die Klima-Krise fordern sie Tempo 100 auf den Autobahnen. Einige von ihnen hatten sich mit ihren Händen am Asphalt festgeklebt.

"Für neue Betonpisten ist immer genug Geld da."

Eine der Angeklebten war Isabell Eckl (28) – sie ist bereits aus den Protesten gegen die Stadtautobahn bekannt: “Fossiler Kapitalismus hilft nur den Reichsten, alle anderen kommen im Wachstumswahn unter die Räder. Während die Teuerung immer mehr Menschen zu schaffen macht, ist für neue Betonpisten immer genug Geld da. Da liegen doch die Prioritäten falsch! Tempo 100 auf der Autobahn dagegen kostet nichts und spart sofort hunderttausende Liter Sprit. Nehammer und Kogler gehen langsam die Ausreden aus!"

Mit ihr in der Blockade klebte auch Dr. Caroline Thurner (52), sie ist Chemikerin und selbst Mutter. "23 Prozent weniger Spritverbrauch, um die Hälfte weniger Stickoxide, ein Drittel weniger Feinstaub. Das sind die Auswirkungen, wenn ein Auto mit 100 statt mit 130 km/h unterwegs ist – die Zahlen sind vom Umweltbundesamt", so die Chemikerin.

WEGA-Einsatz und sieben Anzeigen

Wie die Wiener Polizei gegenüber "Heute" bestätigte, nahmen sieben Personen an der spontanen Demonstration teil – sie wurden nach dem Versammlungsgesetz angezeigt. "Zwei davon klebten sich mit ihren Händen auf der Fahrbahn fest. Sie wurden von der WEGA mit Lösungsmittel vom Asphalt gelöst", so Polizeisprecher Christopher Verhnjak im "Heute"-Talk.

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