Niederösterreich

Klimademo vor OMV! Über 200 Polizisten, eine Verletzte

Großeinsatz der Polizei am Dienstagmorgen wegen einer Klimademo in Schwechat: 200 Aktivisten stehen über 200 Beamten gegenüber.

Am 28. März haben Gegner der Gas-Konferenz versucht, die OMV Raffinerie in Schwechat zu stürmen. Sie wurden kurz vor ihrem Ziel von einem Mega-Aufgebot der Polizei gestoppt.
Am 28. März haben Gegner der Gas-Konferenz versucht, die OMV Raffinerie in Schwechat zu stürmen. Sie wurden kurz vor ihrem Ziel von einem Mega-Aufgebot der Polizei gestoppt.
Thomas Lenger

Wieder mal für jede Menge Stunt, Chaos und einen riesigen Polizei-Einsatz sorgten Klima-Aktivisten am Dienstagmorgen: Neben Aktionen im Tagungshotel am Wiener Ring hielten rund 200 Aktivisten in Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha) die Einsatzkräfte auf Trab.

Hier gehts zum Liveticker - Klimablockade "Ort der Zerstörung"

Bereits um 7.30 Uhr besetzten rund 70 Personen bei Mannswörth die Geleise, rund 130 Personen waren beim Eingang der OMV. Denn für die teilnehmende Gruppe "BlockGas" sei die OMV eine der größten Umweltzerstörungsorganisationen. Einige Aktivsten klebten sich beim Eingang der OMV an, der Rest war laut Polizei im Sitzstreik.

Eine verletzte Aktivistin

Fünf Exekutiv-Züge zu jeweils 30 Beamten aus Niederösterreich, Wien und Burgenland sowie Polizisten der Kripo des Stadtpolizeikommandos Schwechat, mehrere Streifen aus den umliegenden Gemeinden sowie Beamte der Autobahnpolizei sind im Moment im Einsatz. Laut Polizeisprecher Johann Baumschlager gibt es auch eine verletzte Aktivistin zu beklagen.

1/33
Gehe zur Galerie
    Am 28. März haben Gegner der Gas-Konferenz versucht, die OMV Raffinerie in Schwechat zu stürmen. Sie wurden kurz vor ihrem Ziel von der Polizei gestoppt.
    Am 28. März haben Gegner der Gas-Konferenz versucht, die OMV Raffinerie in Schwechat zu stürmen. Sie wurden kurz vor ihrem Ziel von der Polizei gestoppt.
    Denise Auer

    "Sie hat sich ohne Einwirkung der Polizei verletzt, wird aktuell versorgt", so der Chefinspektor, der gerade selbst am Weg nach Schwechat ist. Zwei Personen wurden bis dato wegen des Verdachtes des Widerstandes gegen die Staatsgewalt (es gilt die Unschuldsvermutung) festgenommen.

    Kleberspezialisten und Beweissicherer

    Über 200 Exekutivkräften stünde rund 200 Aktivisten gegenüber. Bei den fünf Zügen der Polizei sind unter anderem auch Spezialisten zur Beweissicherung und Sanitäter dabei. "Außerdem haben wir eigens für diesen häufig verwendeten Klebstoff ausgebildete Kollegen im Einsatz, die sich mit den Substanzen bestens auskennen", erklärt Baumschlager.

    Video: Aktivisten kappern Luxushotel

    Angeblich ist für Dienstagvormittag eine Pressekonferenz geplant. "Haben wir auch so gehört, soll irgendwann am Vormittag stattfinden", meinte Johann Bauschlager noch abschließend.

    Am Montag hatte die Exekutive in Wien teils Pfefferspray einsetzen müssen: Es gab 143 Festnahmen, verletzte Polizisten - mehr dazu hier.

    An der Unterhaltung teilnehmen