Die Luftfahrt verursacht etwa zwei bis drei Prozent der globalen CO2-Emissionen. Der tatsächliche Klimaeffekt ist jedoch deutlich größer, weil auch die Kondensstreifen zur Erderwärmung beitragen.
Diese künstlichen Wolken entstehen, wenn heiße Abgase auf kalte und feuchte Luft treffen. Der Wasserdampf gefriert dabei zu Eiskristallen, die Sonneneinstrahlung in der Atmosphäre festhalten.
Laut forschung-und-wissen.de haben Wissenschaftler der University of Cambridge nun herausgefunden, dass bereits kleine Anpassungen der Flughöhe die Entstehung von Kondensstreifen stark reduzieren können.
Die Studie zeigt: Ein Programm zur Vermeidung von Kondensstreifen zwischen 2035 und 2045 würde etwa neun Prozent des verbleibenden Temperaturspielraums bis zur Zwei-Grad-Grenze sichern.
Ohne Maßnahmen würden Kondensstreifen bis 2050 die globale Erwärmung um rund 0,054 Grad Celsius erhöhen - 36 Prozent mehr als die CO2-Emissionen der Luftfahrt im selben Zeitraum.
Die Forscher betonen, dass ein दशकhnt Verzögerung den Effekt fast fünffach reduzieren würde. Fluggesellschaften müssten dafür die Routen dynamisch ans Wetter anpassen.
Der große Vorteil: Es handelt sich um eine rein operative Veränderung. Flugzeuge müssen nicht umgebaut werden, die notwendigen Abläufe existieren bereits.