Zehntausende streikten mit Greta für's Klima

Um genau fünf vor zwölf sammelten sich mindestens 35.000 Teilnehmer zur heutigen Klimademo am Heldenplatz in Wien. Greta Thunberg hielt die Abschlusskundgebung.
11.55 Uhr - eine symbolische Zeit, um die Klimademo am Freitag in Wien zu beginnen. Im Rahmen des mittlerweile globalen Zusammenschlusses "Fridays for Future" protestieren wöchentlich Hunderttausende Schüler gegen den Klimawandel und für den Klimaschutz.





Initiatorin Greta Thunberg (16), das Vorbild aus Schweden, ist diesmal in Wien mit dabei - "Heute" berichtete. "Wir müssen zugeben, dass wir die Lage nicht mehr unter Kontrolle haben", sagte sie während des Klimagipfels am Dienstag, der jährlich von Arnold Schwarzenegger organisiert wird.

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Demo heute größer als sonst

Die Demo startet mit einer Kundgebung am Heldenplatz. "Greta Thunberg wird mit uns von Helden- zum Schwarzenbergplatz ziehen und eben auch eine Rede halten im Zuge unseres Protestmarschs", sagt Johannes Stangl von "Fridays for Future" gegenüber Ö1.

Durch Thunbergs Teilnahme rechnete man bereits im Vorfeld mit einer größeren Demonstration und mehr Teilnehmern. Schüler haben zudem heute einen schulautonomen Tag, was bedeutet, dass sie noch leichter an der Veranstaltung teilnehmen können. Grünen-Politikerin Alev Korun berichtet online von 30.000 Teilnehmern. Laut erster offizieller Schätzung befinden sich 35.000 Menschen am Heldenplatz.

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Fokus auf Artensterben

Fokus der Demo ist vor allem das Sterben von Tier- und Pflanzenarten. Der Klimawandel bedroht mehr Arten, als bisher angenommen, legt eine Studie der Universität Zürich nahe: "Es sind eine Million Tier- und Pflanzenarten in den nächsten Jahren vom Aussterben bedroht. Es ist wirklich eine tiefe ökologische Krise, die vor allem durch die Landnutzung und die weltweite industrielle Landwirtschaft vorangetrieben wurde. Und die Klimakrise befeuert das weiter", sagte Stangl.



Daher unterstützen auch Wissenschaftler (26.000 "Scientists for Future", laut Biologe Franz Essl), Landwirte ("Farmers for Future") und 2.000 Künstler ("Artists for Future") das Projekt: "Auch auf der Demonstration haben wir viele kleine Kunstprojekte. Wir werden diesmal Streikschilder mitnehmen, auf denen ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten zu sehen sein werden", so Stangl. Der Klimastreik findet diesmal nicht österreichweit statt, sondern der Fokus liegt diesmal auf Wien.



Reaktionen

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(rfr)

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