Gefahr für Schifffahrt

Klimawandel lässt Eisberge vor Grönland boomen

Forscher schlagen Alarm: Seit 2000 gibt es deutlich mehr Eisberge östlich von Grönland. Das hat Folgen für Schiffe und den Meeresboden.
Newsdesk Heute
11.06.2026, 11:00
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Dramatische Entwicklung in der Arktis: Die Zahl der Eisberge in der Framstraße östlich von Grönland ist seit dem Jahr 2000 massiv gestiegen. Das ergaben nun Forschungen des deutschen Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven.

Der Grund für den zunehmenden Strom an schwimmenden Eisbergen: Zwei Gletscher in Nordostgrönland haben wegen steigender Temperaturen an Stabilität verloren und brechen heute schneller ab als früher.

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Wie AFP berichtet, stammen weitere Eisberge aus Teilen der russischen Arktis. Eine wichtige Rolle spielt auch das wegen des Klimawandels rückläufige und beweglichere Packeis - Eisberge bewegen sich dadurch heute schneller aus der Arktis in Richtung Nordatlantik.

Risiko für Kreuzfahrtschiffe und Ölförderung

Das AWI warnt vor "erheblichen Risiken" für die Schifffahrt. "Kreuzfahrt- und Frachtschiffe sind heute immer zahlreicher im Eis oder an der Eiskante unterwegs", erklärt AWI-Meereisphysiker Thomas Krumpen. Auch Aktivitäten bei der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas seien betroffen.

Lebensraum am Meeresboden verändert sich

Die Eisberge verändern zudem den Lebensraum am Meeresboden. Sie führen Geröll mit sich, das beim Schmelzen herabfällt. Tiefseefotos zeigen bereits größere Geröllansammlungen, auf denen sich Schwämme und Anemonen ansiedeln.

An der in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlichten Studie waren Experten des AWI sowie der Woods Hole Oceanographic Institution in den USA beteiligt.

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