Deutliche Worte aus Madrid! Vereinslegende Luis Figo geht nach einer enttäuschenden Saison hart mit den "Königlichen" ins Gericht. Für den Ex-Weltstar ist klar: So darf es nicht weitergehen. Und: Eine Entscheidung der Führungsebene kann der Portugiese gar nicht verstehen.
Besonders der Trainerwechsel mitten in der Saison stößt dem 53-Jährigen sauer auf. Xabi Alonso musste nach wenigen Monaten gehen, Alvaro Arbeloa übernahm – für Figo ein klarer Fehler. "Nicht ausreichend Zeit gehabt", sagt er über Alonso und legt nach: "Wir haben noch nicht einmal Zeit gehabt, die Monate, die er hier ist, zu analysieren, was schiefgelaufen ist. Es ist sehr kompliziert."
Alonso war erst vor der Saison von Bayer Leverkusen gekommen, sollte frischen Wind bringen. Doch das Projekt scheiterte – auch an Widerständen in der Star-Kabine. Am Ende folgte früh das Aus.
Auch unter Nachfolger Arbeloa blieb der Erfolg aus. In der Champions League ist Real raus, auch in der Liga ist der Titel nur noch theoretisch möglich. Sieben Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Rückstand auf Erzrivale Barcelona neun Punkte.
"Die Realität ist, dass es eine schlechte Saison war. Für Madrid ist eine Saison ohne Titelgewinn immer negativ. Wenn man keine Titel holt, liegt das daran, dass etwas nicht funktioniert hat", erklärt Figo gegenüber "Marca".