Vier Runden vor Saisonende kürten sich die Bayern mit einem 4:2 gegen Stuttgart zum 35. Mal zum Meister. Doch in München soll es hinter den Kulissen Grabenkämpfe geben – mittendrin ein Österreicher.
Seit September 2023 ist Christoph Freund Sportdirektor beim FC Bayern München. Im März 2024 wurde Max Eberl Sportvorstand der Münchner. Seitdem gibt es immer wieder Gerüchte über mögliche Spannungen zwischen den beiden. Eberl soll um seinen Einfluss im Verein fürchten, zudem könnte sein Vertrag, der 2027 ausläuft, möglicherweise nicht verlängert werden.
Nun hat sich Vorstandschef Jan-Christian Dreesen klar zu Wort gemeldet und widerspricht den Gerüchten deutlich. "Ich kann sagen, dass die beiden sehr gut zusammenarbeiten. Alles andere ist Berichterstattung. Es gibt dazu nichts weiter zu sagen", erklärte der 58-Jährige nach dem spektakulären 4:3-Sieg gegen Real Madrid im Champions-League-Viertelfinale.
Dreesen hob zudem die insgesamt reibungslose Zusammenarbeit beim Rekordmeister hervor und verwies auf die sportlichen Erfolge: "Entscheidend ist, wie wir zusammenarbeiten und das ist hervorragend. Das zeigt sich auf und neben dem Platz."
Damit stellt sich der CEO klar gegen Berichte, wonach es innerhalb der sportlichen Führung zu Machtverschiebungen kommen könnte. In diesen war davon die Rede, dass Zuständigkeiten neu verteilt werden und Eberl an Einfluss verlieren könnte zugunsten eines Führungsduos aus Dreesen und Freund.
Ein wichtiger Termin steht Ende Mai an, wenn der Aufsichtsrat mit Größen wie Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Herbert Hainer tagt. Konkrete Hinweise auf tiefgreifende Konflikte gibt es bislang nicht, lediglich Spekulationen über mögliche Lagerbildungen, die Dreesen nun entschieden zurückweist.
Dass es unterschiedliche Meinungen in der Führung gibt, wäre beim FC Bayern ohnehin nichts Neues. Schon in der Vergangenheit lieferten sich Klubgrößen wie Hoeneß und Rummenigge immer wieder hitzige Diskussionen.