Knigge für Stadtmenschen, die auf der Alm landen

Wenn gebürtige "Stadtkinder" am Land ihren Urlaub verbringen, kommen sie sich manchmal wie in einer anderen Welt vor. "Heute.at" stellt einige Regeln vor, die beim Eingewöhnen helfen.

Wenn gebürtige "Stadtkinder" am Land ihren Urlaub verbringen, kommen sie sich manchmal wie in einer anderen Welt vor. "Heute.at" stellt einige Regeln vor, die beim Eingewöhnen helfen.

Wer ein echtes "Stadtkind" ist, ist oft mit der Lebensweise am Land nicht vertraut. Teil 1 der Serie beschäftigt sich mit einem kleinen Knigge für Stadtmenschen, die am Land urlauben. Nächste Woche folgt Teil 2 mit Regeln, die Menschen vom Land im Großstadtdschungel beachten sollten.

 

Vorsicht vor Kuhgittern

In englischsprachigen Ländern werden Reisende in der U-Bahn mit "Mind the Gap"-Schildern vor dem Spalt zwischen U-Bahn und Bahnsteig gewarnt. Doch der Warnhinweis passt auch in den ländlichen Raum. Immer wieder kommt es vor, dass Urlauber beim Wandern auf der Alm mit dem Fuß zwischen die Kuh-Gitter geraten und dann aus der misslichen und schmerzlichen Lage befreit werden müssen.

 

Am Berg kein Risiko eingehen

Vor allem ungeübte Bergsteiger und Wanderer begehen gerne Kardinalfehler. Sie brechen zu spät auf, unterschätzen die Wetterbedingungen oder sind nicht optimal ausgerüstet. Die Bergrettungen Österreichs können ein Lied davon singen - schließlich müssen sie ausrücken und die am Berg gefangenen Personen per Seilbergung oder zu Fuß - im Idealfall lebend und unverletzt - bergen. Holen Sie am besten schon vor der Anreise Infos zu Gegebenheiten und Schwierigkeitsgrad des Vorhabens ein und checken Sie den Wetterbericht. Immer gut: Mit Einheimischen reden und sich gute Tipps holen. 

 

Immer ein Müllsackerl mitnehmen

Städter sind oft von der Müllabfuhr verwöhnt. Doch in der freien Natur gibt es Mistkübel nicht an jeder Ecke. Daher sollte man beim Wandern immer einen Sack mitführen, um Essensreste und dergleichen zu entsorgen und nicht zur Umweltverschmutzung beizutragen.

Weitere Regeln lernen Sie auf der nächsten Seite kennen!


Nicht bei jeder Spinne auszucken

Am Land "kreucht und fleucht" es und das ist gut so. Eine artenreiche Fauna zeugt von der Naturbelassenheit eines Gebietes. Stadtmenschen, die an grauen Beton und einige wenige Haustüren gewohnt sind, flüchten oft vor jedem noch so kleinen Insekt. Landbewohner werden Sie meistens auch erstaunt ansehen, wenn Sie wegen Wespen wie von der Tarantel gestochen aufspringen und mit Ihren Armen wild durch die Luft rudern. Gerade das erhöht nämlich die Chance, gestochen zu werden. Übrigens: Machen Sie um lieber einen Bogen und gehen Sie nicht direkt durch.

 

Verzichten Sie lieber auf wilde Fahrmanöver

Wer selten am Land Auto fährt, sollte auf unbekannten Strecken nicht zu viel Gas geben. Auf Landes- und Bundesstraßen warten andere Gefahren als in der Stadt. Jederzeit können Rehe oder Hasen über die Straße laufen, die Spuren sind oft weniger breit und am Abend wird es im Gegensatz zum lichtdurchfluteten, urbanen Straßennetz, stockdunkel. Unterlassen Sie es, einheimischen Lenkern "beweisen zu wollen", wie gut Sie fahren. Das geht schnell ins Auge.

 

Denken Sie an reflektierende Kleidung, links gehen

Auch in der Stadt sind Fußgänger, die nächtens dunkel gekleidet über die Straße laufen, eine Gefahr. Die Straßenbeleuchtung sorgt jedoch dafür, dass sie von Autofahrern gerade noch rechtzeitig wahrgenommen werden. Auf Freilandstraßen außerhalb des Ortsgebiets gibt es jedoch meistens keine Lampen und Fußgänger riskieren ihr Leben, wenn sie am Straßenrand gehen. Nicht vergessen: Immer auf der linken Straßenseite gehen, damit der Verkehr einem entgegen kommt. So ist man wenigstens ein bisschen besser sichtbar. 

Weitere Regeln lernen Sie auf der nächsten Seite kennen!



Nicht zu sehr auftakeln

Natürlich richten sich auch Landbewohner her, wenn sie fortgehen. Wer aber tagsüber auf unwegsamen Gelände in Stilettos und mit zahlreichen Schichten Schminke herumläuft, macht sich lächerlich und wird bei den Einheimischen für Kopfschütteln sorgen.

 

Nicht über den Landduft herziehen

Am Land riecht es nicht immer nach Rosenwasser, am Bauernhof leben schließlich Tiere und haben ihren ganz speziellen Duft. Kommentare wie "Da stinkt's" sollte man lieber unterlassen, um sich nicht unbeliebt zu machen. Außerdem ist der Geruch am Rande von stark befahrenen Straßen nicht viel besser.

 

Kindern das Landleben erklären

Wer Kinder hat, die in der Stadt groß geworden sind, sollte sich die Zeit nehmen, ihnen am Land angebrachtes Verhalten zu erklären. Kinder sollten mit den Füßen nicht die Pilze zertreten, im Wald nicht laut schreiend herumlaufen und keinen Müll hinterlassen. So bemerkt man erst, wenn die Besucher den Mund aufmachen, dass es sich um "Städter" handelt.

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