Einen heftigen Vorfall dürfte es im Fußball-Unterhaus in Oberösterreich am Karsamstag am Rande des Derbys zwischen dem SV Gallneukirchen und der Sportunion Schweinbach gegeben haben. Das Geschehene sei "äußerst bedauerlich und verwerflich", berichten die beiden Vereine auf Facebook.
"Mehreren Personen wurden im Bereich des Schweinbacher Fansektors, vermutlich von Personen die außerhalb unseres Einflussbereiches liegen, mutmaßlich sogenannte K.o.-Tropfen oder ähnlich wirkende Substanzen ins Getränk gemischt", schreiben die Verantwortlichen.
Die Betroffenen berichteten demnach über mehrere Stunden andauerndes vollkommenes Black-out. "Wir als Sportunion Schweinbach und SV Gallneukirchen verurteilen derartige Handlungen strengstens und distanzieren uns davon aufs Äußerste! Es ist für uns außerhalb jeder Vorstellungskraft, dass ein derartiger Vorfall auf der Tribüne eines Sportplatzes passieren kann!", zeigen sich die betroffenen Vereine schockiert.
Man fühle sich zutiefst betroffen. "Fußball und Sport sollen Spaß und Freude bereiten und mit positiven Emotionen für Sportler und Zuschauer/innen verbunden sein und dürfen niemals für kriminelle Handlungen missbraucht werden".
Auch wenn sich beide Mannschaften im Spiel mit vollstem Einsatz sportlich matchen, würden man einander vor und nach dem Spiel sportlich fair verhalten und sei einander freundschaftlich verbunden.
"Der mutmaßliche Angriff auf mehrere Personen und deren Gesundheit trübt die Stimmung eines ansonsten vorbildhaft verlaufenen Derbys massiv. Leider wissen wir aktuell nicht, von wem dieser Angriff gekommen ist."
Ein Vereinsfunktionär der Union Schweinbach sagte zu "Heute": "Es gibt bisher keine Hinweise, das wird auch schwer zu eruieren sein, wer das getan hat. Vier Opfer haben sich gemeldet, zwei davon haben Anzeige erstattet. Wir hoffen, dass die Täter nicht aus dem Fanbereich kommen."
Die Polizei bestätigte am Montag Ermittlungen in der Causa. "Das von den Tätern verfolgte Ziel dieser Tat ist derzeit noch unklar. Die Anzahl der Opfer ist derzeit noch Teil der Ermittlungen – etwaige Opfer mögen sich an die zuständigen Vereine wenden, die in weiterer Folge mit der zuständigen Polizeidienststelle Kontakt herstellen", hieß es dort.