Wer in den kommenden Wochen in den Nachthimmel blickt, darf sich auf ein besonderes Schauspiel freuen: Mehrere Kometen sind derzeit unterwegs und bieten für Hobbyastronomen und Sternengucker einige Highlights.
Besonders spannend ist der Komet C/2024 E1 (Wierzchos). Nachdem er im Jänner im Sonnenglanz verschwunden war, taucht er im März wieder auf und wandert durch die Sternbilder Eridanus und Stier. Anfang des Monats ist er mit rund 8,5 mag hell genug für ein Fernglas, allerdings braucht man gute Sicht zum Horizont. Anfang April kommt er dem rötlichen Stern Aldebaran im Stier besonders nahe.
Wie spektrum.de berichtet, gibt es am 13. und 14. März ein besonders seltenes Ereignis: Die Kometen 24P/Schaumasse und 49P/Arend-Rigaux ziehen in nur wenigen Bogenminuten Abstand aneinander vorbei. Solche Begegnungen zweier Schweifsterne kommen äußerst selten vor.
Der Komet 24P/Schaumasse bewegt sich im Sternbild Schlange und steht den gesamten März über nur wenige Grad vom Kugelsternhaufen Messier 5 entfernt. Für Fotografen ergibt das ein attraktives Motiv, auch wenn der Komet selbst mit einer Helligkeit von rund 12 mag nur im Teleskop zu sehen ist.
Auch der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) könnte Ende März zur Überraschung werden. Seine Helligkeitsentwicklung ist laut Experten noch unsicher, doch er könnte Ende des Monats ebenfalls 8,5 mag erreichen und damit zum Fernglaskometen werden. Er steht am Morgenhimmel im Sternbild Pegasus.
Wer die Schweifsterne beobachten möchte, sollte sich einen möglichst dunklen Standort abseits der Städte suchen und ein Fernglas bereithalten. Die besten Chancen hat man in klaren Nächten mit wenig Lichtverschmutzung.