Doch alles der Reihe nach: Der einstige französische Teamspieler Mathieu Valbuena wurde 2015 mit einem Sex-Video erpresst. Die Ermittlungen der Justiz brachten ans Licht, dass auch Nationalmannschaftskollege Benzema in den Fall verwickelt war.
Der 34-jährige Real-Star wurde Ende November 2021 in Versailles wegen Beihilfe zu einem Erpressungsversuch zu einem Jahr Haft auf Bewährung sowie einer Geldstrafe in der Höhe von 75.000 Euro verurteilt. Vier ebenfalls angeklagte Männer fassten Strafen zwischen 18 Monaten Haft auf Bewährung und zweieinhalb Jahren ohne Bewährung aus. Die fünf Verurteilten mussten Valbuena darüber hinaus eine Entschädigung von insgesamt 150.000 Euro zahlen.
Darüber hinaus wurde Benzema dazu verurteilt, die Gerichtskosten einer Nebenklägerin in der Höhe von 80.000 Euro zu übernehmen.
Bis zuletzt hat der französische Teamspieler die geforderten 230.000 Euro allerdings noch nicht beglichen. Deshalb veranlasste Valbuenas Verteidigung in der vergangenen Woche, dass die Summe von einem französischen Konto des 34-Jährigen gepfändet wird. "Das ist die logische Folge der Anordnung zur sofortigen Zahlung. Wir haben eine gütliche Einigung gefordert, zu der es aber nie gekommen ist. Wir sind also einen Schritt weitergegangen", sagte Valbuena-Anwalt Paul-Albert Iweins der Nachrichtenagentur "AFP".
Eine mit dem Fall befasste Quelle verriet nun, dass es durch die Pfändung zu einer vorübergehenden Sperrung des Kontos gekommen ist. Die Benzema-Seite forderte zuletzt, ein Berufungsverfahren abzuwarten.