Kochen statt Musizieren – vor acht Monaten entschied Yena sich dazu, ihr Leben noch einmal umzukrempeln. Nach ihrem Musikstudium tauschte die Geigerin ihren Bogen gegen den Kochköffel, eröffnete zusammen mit ihrer Familie ein Bistro.
Der Familienbetrieb in der Rüdengasse 16 ist klein aber fein. "Wir bieten typisch koreanisches Streetfood an", erklärt Yena. Während Papa und Mama kochen, steht sie selbst an der Theke und kümmert sich um die Gäste.
"Typisch koreanisch ist zum Beispiel das Gimbap", erzählt Yena von "Seoulmate" im "Heute"-Talk. Besonders gerne werden die sushiähnlichen Reisrollen in Korea zum Picknick mitgenommen. "Der Unterschied zum Sushi ist allerdings, dass der Reis hier in Sesamöl eingelegt wird statt in Essig", erklärt die Kennerin.
"Heute" testete das Bulgogi-Gimbap (12 Euro), gefüllt mit Rindfleisch, Reis und Gemüse. Obwohl die großen Röllchen geschmacklich punkten konnten, wurde das Essen zum Härtetest. Beim Abbeißen zerlegt sich das Gimbap schnell in seine Einzelteile. Nimmt man dagegen das ganze Stück in den Mund, ist man durchaus eine Zeit lang mit Kauen beschäftigt.
Besonders beliebt und mittlerweile auch in den sozialen Medien bekannt sind die Tteokbokki, also koreanische Reiskuchen (Rice Cakes). Am meisten Spaß macht dabei die gummiartige Konsistenz der länglichen Reiskuchen. Aber Achtung: Die feurige Speise ist nichts für schwache Geschmacksnerven und sorgte beim Test aufgrund ihrer Schärfe für das eine oder andere Tränchen.Die "Originale Variante" mit hartgekochtem Ei gibt es für 10 Euro
Eine Spezialität des Hauses ist auch das Korean Fried Chicken. "Heute" testete die Sweet-and-Spicy-Variante. Das Essen selbst kann aufgrund der Sauce schnell zu schmutzigen Fingern führen. Yena verteilt deshalb vorausschauend Plastikhandschuhe. Das knusprige Hähnchen war vom Schärfegrad deutlich angenehmer als die Rice Cakes und kam im Abgang angenehm süß daher. Für acht Stück zahlt man hier 11 Euro.
Abkühlung bei 38 Grad: Auch die Desserts sind Klassiker der koreanischen Küche. Im Sommer ist vor allem das Bingsu beliebt. Das Shaved Milcheis wird mit verschiedensten Toppings verfeinert, "Heute" testete die Originalvariante mit Injeolmi (Rice Cakes) und roter Bohnenpaste für 10 Euro.
Was abenteuerlich klingt, passt durchaus gut zusammen. Die hervorstechende Süße des Milcheises ist fast schon zu dominant, wird durch die milde Bohnenpaste aber angenehm ausgeglichen. Die kleinen Stückchen der Rice Cakes sind geschmacklich eher unauffällig, sorgen mit ihrer Konsistenz jedoch für zusätzliche Abwechslung.