Neue strategische Allianz am Autosektor: Der deutsche Daimler Konzern und der französische Hersteller Renault sind ein umfangreiches Bündnis eingegangen. Dabei geht es in erster Linie um die gemeinsame Entwicklung von Kleinwagen und den Austausch von Motoren.
Die beiden Autobauer könnten kaum unterschiedlicher sein, doch gerade daraus könnten sich große Synergieeffekte ergeben. Renault konzentriert sich hauptsächlich auf Klein- und Familienautos, während Daimler Marken wie Mercedes oder Maybach im Programm hat.
Die Deutschen sollen von Renaults Know-How im Kleinwagensegment profitieren: Die Daimler-Tochter Smart soll in Zukunft eine gemeinsame Architektur mit dem Renault Twingo haben, die ersten Modelle sollen 2013 vom Band laufen. Außerdem steuert Renault Diesel- und Benzinmotoren mit drei und vier Zylindern für die Mercedes-Benz A- und B-Klasse bei.
Kostensenkung als Hauptbeweggrund
Umgekehrt beliefert Daimler die Franzosen, die bereits mit dem japanischen Nissan-Konzern in Partnerschaft stehen, mit kraftvollen Vier- und Sechs-Zylinder-Motoren. Durch die somit höheren Stückzahlen in der Produktion versprechen sich die Unternehmen niedrigere Kosten bei Herstellung und Entwicklung.
Die beiden Konzerne schrieben im vergangenen Jahr Milliardenverluste und wollen daher auch den Einkauf gemeinsam organisieren. Daimler löste erst 2007 seine Allianz mit Chrysler ein, die sich als nicht profitabel erwies.