Die Formel 1 startet in eine neue Ära, ein gänzlich verändertes Reglement greift – sowohl beim Chassis, als auch bei den Motoren. Für Red Bull ist es noch ein deutlich größerer Schritt. Der Rennstall von Vierfach-Weltmeister Max Verstappen baut nämlich erstmals den Motor selbst, mit Unterstützung von US-Konzern Ford.
Bei den ersten Testfahrten in Barcelona von Montag bis Freitag hielt die nach Didi Mateschitz benannte Motoren-Einheit DM01 zwar, trotzdem klassierten sich die Bullen nicht im Spitzenfeld. Verstappen fuhr am Dienstagvormittag und den kompletten Freitag, spulte hier 118 Runden ab, sein neuer Teamkollege Isack Hadjar durfte am Montag und am Dienstagnachmittag ran, crashte den RB22 dann. Red Bull musste Ersatzteile an die Strecke bringen und den Boliden wieder reparieren. Der Niederländer soll letztendlich am Freitag 1,2 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Lewis Hamilton im Ferrari gehabt haben. Offizielle Zeiten vom Test gibt es nicht, dieser war eigentlich als geheim eingestuft. Jeder Rennstall durfte maximal drei Tage auf die Strecke.
Deshalb fiel die Analyse von Red-Bull-Star Verstappen auch betont zurückhaltend aus. "Es ist positiv, aber immer noch sehr früh. Es ist ein laufender Prozess. Wir hatten einen guten Start in vielerlei Hinsicht, aber das ist noch immer eine sehr komplizierte Angelegenheit für alle. Es gibt viel Arbeit, aber das ist normal", meinte Verstappen nach dem Test.
Nun müsse man sich jedenfalls durch ganz viele Daten kämpfen, betonte Verstappen. Im Februar stehen noch zwei Tests in Bahrain auf dem Programm.
Bis dahin will der Vierfach-Champion auch wieder bei vollen Kräften sein. In Barcelona war der 28-Jährige nämlich deutlich hörbar geschwächt. Auf die Frage, wie er sich fühle, sagte der Red-Bull-Star ehrlich: "Krank, ich bin ein wenig krank. Aber bis zum Start der Saison wird es wieder gehen."