Es ist der nächste Dämpfer für einen Frieden in der Ukraine: In einem Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Machthaber Wladimir Putin hat der Kreml-Chef klargestellt, dass keine Zusagen und Vereinbarungen aus den vergangenen Verhandlungen für Moskau noch eine Gültigkeit haben.
Der Kreml fühle sich an nichts mehr gebunden, teilte Putins Ukraine-Verhandler Juri Uschakow mit. Begründet wird diese radikale Ansicht damit, dass die Ukraine in der Nacht auf Montag versucht haben soll, eine Privatresidenz Putins zwischen Moskau und Sankt Petersburg anzugreifen, berichtet "Bild". Seitens der Ukraine weist man die Vorwürfe entschieden zurück.
Laut Uschakow sei Trump über die Nachricht des mutmaßlichen Angriffs "schockiert und empört" gewesen. Der US-Präsident hätte sich glücklich gezeigt, dass er Kiew keine Tomahawk-Marschflugkörper gegeben hat. Dieser Vorfall werde Trumps Verhältnis zum ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beeinflussen, freute sich der Kreml-Berater.
Bei dem Gespräch mit Trump habe Putin auch betont, dass Moskau eine Reihe von vorherigen Vereinbarungen aufgrund der sich nun abzeichnenden Entwicklungen überdenken werde, wofür die USA Verständnis aufbringen sollten.
In seinem Statement ging Uschakow auch auf die Beziehung von Trump und Putin ein. Der Kreml-Berater unterstrich, dass der russische Staatschef in diesem Jahr 17-mal Kontakt mit US-Vertretern aufgenommen hatte. Was dies bedeute, könne jeder selbst sehen, so Uschakow.
Der Kreml-Berater verkündete auch, dass Moskau weiterhin "eng und fruchtbar" mit den USA zusammenarbeiten will. Ziel soll ein "Weg zum Frieden" sein. Laut Uschakow hätten Trump und Putin "freundschaftlich" vereinbart, die Gespräche im Jänner fortzusetzen.