Kristall-Frust bei Ski-Ass Mayer: "Mehr Rennen vor TV"

Matthias Mayer sieht keine Chance im Gesamtweltcup.
Matthias Mayer sieht keine Chance im Gesamtweltcup.Picturedesk
Matthias Mayer kämpft beim Abfahrts-Doppel in Saalbach um die kleine Kristallkugel. Als Speed-Läufer den Gesamtweltcup zu holen, sei aber unmöglich. 

Drei Abfahrten stehen in der laufenden Saison noch auf dem Programm. Mayer hat 48 Punkte Rückstand auf Beat Feuz. In Saalbach kann also eine Vorentscheidung fallen. Der Kärntner will auf der WM-Strecke von 2025 näher an den Schweizer heranrücken. 

Obwohl Mayer auch in der Super-G-Wertung auf dem zweiten Platz liegt, ist der 30-Jährige im Gesamtweltcup chancenlos. Allrounder Alexis Pinturault hat über 400 Punkte Vorsprung. Das aufzuholen ist so gut wie unmöglich. Auch, weil neun Abfahren und sieben Super-Gs zehn Riesentorläufe und elf Slaloms gegenüberstehen. Dazu kommt noch ein Parallel-Rennen. 

"Mehr Rennen vor dem Fernseher"

"Es war in den letzten zehn Jahren schon extrem, aber heuer ist es auf die Spitze getrieben worden. Ich bin in diesem Winter bei mehr Rennen vor dem Fernseher gesessen, als ich selbst gefahren bin", so Mayer vor den letzten Heimrennen der Saison mit einem klaren Seitenhieb in Richtung der FIS. 

Wir hatten im Weltcup drei Speedrennen im Jänner und zwei im Februar. Das ist schon extrem dafür, dass wir das ganze Jahr trainieren", so Mayer weiter. Aufgrund der Corona-Pandemie waren die Weltcuprennen in Wengen ausgefallen. Das Speed-Triple in Kitzbühel sowie das Wochenende von Garmisch-Partenkirchen fanden statt. Genauso die WM in Cortina, wodurch die Februar-Rennzahl im Weltcup limitiert war. 

Gesamtweltcup für Speed-Läufer?

Schon seit Jahren werden mehr Technik-Bewerbe ausgetragen als Speed-Rennen. Dass im vergangenen Winter der Norweger Aleksander Aamodt Kilde die große Kristallkugel einfuhr, war nur möglich, weil der Ski-Weltcup Corona-bedingt abgebrochen worden war. Der letzte echte Speed-Läufer, der sich die große Kristallkugel holte, war Aksel Lund Svindal 2009. Und der punktete auch in Riesentorlauf und Slalom. 

"Die Rennen sollten fair aufgeteilt sein. Sonst muss man sich überlegen, ob man dazu Gesamtweltcup sagt oder einfach Technik-Weltcup und Speed-Weltcup. Als Speedfahrer machst du im Gesamtweltcup keinen Meter, es ist unmöglich, mitzufahren", so der Kärntner weiter. 

Klar ist aber auch: Mit Leader Pinturault und Verfolger Marco Odermatt (210 Punkte Rückstand) liegen zwei Allrounder in der Gesamtwertung voran. Mayer müsste konstant im Riesentorlauf punkten. Österreichs größte Kristall-Hoffnung - zumindest für die kommenden Jahre - ist Kombinations-Weltmeister Marco Schwarz. Auch ein starker Allrounder. 

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