US-Präsident Donald Trump hat erneut mit deutlichen Worten Druck auf den kommunistisch regierten Inselstaat Kuba gemacht. Vor Journalisten im Weißen Haus erklärte er am Montag, er werde das Land "übernehmen".
"Mein ganzes Leben lang höre ich schon von den Vereinigten Staaten und Kuba", sagte Trump. "Ich glaube wirklich, dass ich die Ehre haben werde, Kuba zu übernehmen." Er könne mit dem Inselstaat "alles machen, was ich will".
Kubas Präsident Migül Diaz-Canel reagierte am Dienstag auf der Plattform X mit deutlichen Worten: "Jeder äußere Aggressor wird auf unerschütterlichen Widerstand stoßen."
US-Außenminister Marco Rubio wies einen Bericht der "New York Times" zurück, wonach Washington auf die Absetzung von Diaz-Canel dränge. Der Artikel sei "falsch" und stütze sich auf "Scharlatane und Lügner, die vorgeben, Bescheid zu wissen".
Die "New York Times" hatte zuvor unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, die US-Regierung habe kubanischen Vertretern signalisiert, dass Washington eine Entmachtung des kubanischen Präsidenten wünsche.
Unterdessen konnten die kubanischen Behörden einen Stromausfall nach mehr als 24 Stunden beenden. Kubas veraltetes Stromerzeugungssystem ist in einem schlechten Zustand.
Trump hat in den vergangenen Monaten den Druck auf Kuba massiv erhöht, indem er nach der US-Militärintervention in Venezuela die venezolanischen Öllieferungen in den Inselstaat blockieren ließ. Dies hat die Wirtschaftskrise weiter verschärft.